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Mit dem Amazonas-Urwald schwindet der Lebensraum

„Amazonas – Musiktheater in drei Teilen“: Weltpremiere in München - Ein multimediales Musiktheater-Projekt

Am 8. Mai 2010 wird „Amazonas – Musiktheater in drei Teilen“ auf der Münchener Biennale – Internationales Festival für neues Musiktheater uraufgeführt. Das multimediale Musiktheater-Projekt ist in enger Zusammenarbeit mit den Yanomami, eine der letzten großen indigenen Gruppen Südamerikas, entstanden und verbindet Musiktheater, Medienkunst, indianische Kosmologie und aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zu einem künstlerischen Ganzen. Das Projekt bietet einen ungewöhnlichen Zugang in eine vom Untergang bedrohte Welt.

Podiumsdiskussionen und Künstlergespräche begleiten die Premiere in München.

Mit dem Amazonas-Urwald schwindet der Lebensraum zahlreicher Tier- und Pflanzenarten wie auch die Heimat der indigenen Bevölkerung Brasiliens. Täglich werden gigantische Flächen des weltgrößten Regenwalds durch Brandrodung für Viehzucht, Energie- und Rohstoffgewinnung zerstört – mit verheerenden Folgen für das Klima weltweit.

Diese bedrohliche Entwicklung wird zum Ausgangspunkt für „Amazonas“. Das multimediale Musiktheater-Projekt ist eine Koproduktion des Goethe-Instituts, der Münchener Biennale, des ZKM Karlsruhe, des SESC São Paulo, der Hutukara Associação Yanomami und des Teatro Nacional São Carlos in Lissabon.

Am 8. Mai 2010 wird „Amazonas“ in der Reithalle in München uraufgeführt, weitere Vorstellungen finden vom 9. bis 12. Mai statt.

„Das bemerkenswerte Projekt ‚Amazonas’ transportiert besser als die wohl formuliertesten Konzeptionen, was die Kulturarbeit der Goethe-Institute in aller Welt zu leisten vermag: Dialog und Austausch zur gemeinsamen Bewältigung von Fragen, die längst aus ihrem rein lokalen Kontext getreten sind und nunmehr uns alle betreffen,“ kommentiert Klaus-Dieter Lehmann, Präsident des Goethe-Instituts, das Zusammenspiel renommierter Partner aus drei Ländern.

Brasilianische und europäische Medienkünstler, Komponisten, Soziologen und Anthropologen haben gemeinsam mit den Yanomami ein Konzept entwickelt, das aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und die indianische Kosmologie und Spiritualität gleichermaßen mit einbezieht.

In drei künstlerisch selbstständigen Teilen erzählt das Musiktheater vom klimatischen, politischen und kulturellen Drama, das sich täglich in Amazonien abspielt.

So nimmt „Amazonas“ drei Dimensionen eines Themas, an dem sich ein Stück globaler Zukunft entscheidet, in den Fokus und wirft einen Blick in die Vergangenheit, die Gegenwart und eine mögliche Zukunft der Region.

Projekt-Website
http://www.goethe.de/ins/pt/li...

Quelle und vollständiger Artikel
http://www.goethe.de/prs/prm/d...  

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