Gesellschaft Freunde der Künste

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nach der Novelle von Heinrich von Kleist

Am Staatstheater Wiesbaden - Michael Kohlhaas - "Die Mühlen der Justiz laufen gegen ihn"

Der Rosshändler Kohlhaas ist mit seinen Rappen unterwegs zur Messe. An der Grenze wird er aufgefordert, einen zusätzlichen Pass vorzulegen oder umzukehren. Dem Rosshändler bleibt nichts anderes übrig, als zwei seiner Pferde als Pfand beim Junker von Tronka zurück zu lassen und sich einen solchen Pass zu besorgen. Auf dem Amt erfährt er, dass es dieses Papier gar nicht gibt.

Kohlhaas kehrt zurück. Der Junker hat seine Pferde durch Feldarbeit halb zu Tode geschunden. Kohlhaas reicht eine Klage gegen ihn ein, die aber niedergeschlagen wird. Ein weiterer Versuch, gegen den Junker vorzugehen, versickert im Filz der Bürokratie.

Als Kohlhaas’ Frau mit einer Bittschrift zum Kurfürsten geht, wird sie von dessen Wachen so verletzt, dass sie stirbt. Kohlhaas bewaffnet daraufhin seine Knechte und zündet die Burg des Junkers von Tronka an. Der Junker kann fliehen und verschanzt sich in Wittenberg.

Kohlhaas steckt mit seiner Bande, die zum Sammelbecken für Entrechtete aller Couleur geworden ist, die Stadt dreimal in Brand. Luther verspricht, sich für ihn einzusetzen. Aber für eine Befriedung des Konflikts ist es zu spät.

Kohlhaas wird vom Jäger zum Gejagten. Die Mühlen der Justiz laufen gegen ihn, und die kriminelle Energie seiner Bande verselbständigt sich zur Anarchie. Am Ende steht der Rosshändler auf dem Schafott.

Nach ‚Der zerbrochne Krug’, ‚Das Käthchen von Heilbronn’ und ‚Die Familie Schroffenstein’ setzt das Schauspiel die Auseinandersetzung mit dem Werk Heinrich von Kleists mit einer Theater-Adaption dieser Meisternovelle fort.

Kleist treibt die Paradoxie eines authentischen Justizfalles in die schlimmstmögliche Wendung und damit in die Absurdität. Recht und Moral werden von unverrückbaren Grundsätzen einer Gesellschaft zu beliebig interpretierbaren Leerformeln.

nach der Novelle von Heinrich von Kleist

Theaterfassung von Konstanze Lauterbach und Dagmar Borrmann

Premiere

Samstag, den 30.01.2010, 19.30 Uhr

Kleines Haus

Mittwoch, den 03.02.2010, 19.30 Uhr
Freitag, den 12.02.2010, 19.30 Uhr

http://www.staatstheater-wiesbaden.de/?page=spielplan_detail&eventDateId=6938830Donnerstag, den 25.02.2010, 19.30 Uhr
Freitag, den 05.03.2010, 19.30 Uhr
Samstag, den 20.03.2010, 19.30 Uhr
Freitag, den 02.04.2010, 19.30 Uhr
Donnerstag, den 08.04.2010, 19.30 Uhr
Freitag, den 16.04.2010, 19.30 Uhr
Samstag, den 24.04.2010, 19.30 Uhr
Freitag, den 30.04.2010, 19.30 Uhr
Mittwoch, den 12.05.2010, 19.30 Uhr
Mittwoch, den 30.06.2010, 19.30 Uhr

Regie

Bühne

Kostüme

Musik

Dramaturgie

Mit:

Michael Kohlhaas

Lisbeth / Zigeunerin / Volk / Chor

Herse / Prinz von Meißen / Chor

Tronka / Wenk

Hinz / Geusau / 3. Ratsherr / Meister Himboldt

Kunz

Bruno Winzen

Luther / Graf Wrede

Nagelschmidt / Kurfürst von Sachsen

Oliver Breite

Burgvogt / Sternbald / Knecht Kunz / Kurfürst v. Brandenburg

Magd bei Tronka / Chor / Gast bei Tronka / Bürgerin v. Wittenberg / Straßenjunge / Hofdame / Volk

Junger Kecht bei Tronka / Chor / Friedrich / Händler Marktplatz

Stimme Advokat im Chor / Amtmann / 2. Ratsherr / Abdecker

Knecht bei Tronka / Chor / Zöllner / Rümhold / Volk Marktplatz

Gregor Müller

Knecht bei Tronka / Chor / Gast bei Tronka / 1. Ratsherr / Offizier der Wache / Volk Marktplatz

Steven Gänge

Knecht bei Tronka / Chor / Gast bei Tronka / Waldmann / Volk / Händler Marktplatz

Dietmar Barbatschi

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