Drei Männer – Drei Frauen – Drei Babys
Im Mittelpunkt der Handlung des Kammermusicals ‚Baby’ stehen drei junge amerikanische Paare, die nicht ahnen, wie sehr sich ihr Leben durch das natürlichste Wunder der Welt verändern wird.
Die unverheirateten Studenten Lizzie und Danny freuen sich zwar über ihren unerwarteten Nachwuchs, beziehen aber gerade ihre erste gemeinsame Wohnung und sind sich noch völlig uneins, wie sich ihre Zukunft gestalten soll. Arlene und Alan kommen mit einem Kater von einer im Plaza Hotel verbrachten Feier ihres Hochzeitstages zurück, als es passiert.
Sie haben schon Kinder und sehen der ungewollten Schwangerschaft mit gemischten Gefühlen entgegen. Die beiden Fitnesstrainer Nick und Pam hingegen wollen unbedingt Kinder, sehen es als sportliche Herausforderung und lassen nichts unversucht, um endlich schwanger zu werden. Sie wachen eines Tages in der Hoffnung auf, dass es endlich geklappt hat...!
Das ist die Ausgangssituation für die 100 kleinen Fallen, die der Alltag einem Paar stellen kann, wenn es ein Kind erwartet, oder eben vielleicht doch lieber keines...?
Das amüsante und einfühlsame Musical wurde 1984 in sechs Kategorien für den Tony Award nominiert – unter anderem als bestes Buch, beste Partitur und beste Regie. Die Kompositionen von David Shire, für die Richard Maltby Jr. humorvolle und scharfzüngige Texte beisteuerte, sind überwiegend im typischen 1980er Popsound gehalten, aber dennoch sehr theatral.
Sie verbinden verschiedene Stile von Pop, Rock über Jazz bis hin zum Broadway-Schlager zu einer kurzweiligen, witzigen Show. Songs wie ‚I Want it All’, ‚Fatherhood Blues’ oder ‚We Start Today’ bringen die gemischten Gefühle von jungen werdenden Eltern humorvoll auf den Punkt.
Comedymusical
Musik David Shire Buch Sybille Pearson Liedtexte Richard Maltby Jr.
Vorlage nach einer Geschichte von Susan Yankowitz
Deutsch von Frank Thannhäuser
Sonntag, den 31.01.2010, 18.00 Uhr
Wartburg
Musikalische Leitung
Regie und Choreografie
Bühne
Britta Lammers
Kostüme
Dramaturgie
Mit:
Lizzie
Danny
Nick
Arlene
Alan
Mann 1 (Jogger, Doktor, Prof. Weiss, Busansager, Frau 6)
Mann 2 (Student, Dean Webber, Mr. Hart, Baby)
Frau 1 (Joggerin, Mädchen 1, Krankenschwester, Vermittlung, Frau 2/4, Schwester 2)
Frau 2 (Mädchen 2, Lizzie's Mutter, Frau 1/3/5, Schwester 1)
Band:
(Klavier)
(Drums)
(Bass)
(Reed)
Die Regisseurin und Choreografin Iris Limbarth (...) inszeniert ‚Baby’ als heiteren Reigen zwischen Babyboom und Babyblues und nimmt sich auch Zeit für manch einen ernsten Augenblick. Dabei sind es die ganz unterschiedlichen Typen, die das Stück stützen: die herrlich vorlaute Lizzie, die scheinbar abgebrühte Spätgebärerin Arlene, die niedlich aufgekratzte Pam sowie Jüngelchen Danny, das den Ernst des Lebens erst noch begreifen muss, der Nichtvater Nick, der um seine Mannesehre kämpft und der wachsweiche späte Vater Alan. Kurz: ein amüsanter Abend rund ums Kinderkriegen.
Wiesbadener Kurier, 15. Dezember 2008
Iris Limbarth vom Wiesbadener Staatstheater holte die musikalische Comedy aus der Kiste und inszenierte sie mit ihrem spielfreudigen jugend-club-theater auf der Wartburg-Bühne. Dennoch verträgt dieses Stück der eher konservativen Lebens-Strickmusterart einen ordentlichen Schuss Komik (...). Tim Speckhardt überzeugt als Danny sowohl stimmlich wie schauspielerisch, ebenso Daniel Kegler als Nick.
Insgesamt erlebt das Publikum im ausverkauften Haus zwei Theaterstunden, in denen mit Leidenschaft gesungen, getanzt und gespielt wurde. Als hervorragender Begleiter der Akteure bewährten sich auch diesmal wieder Michael Geyer (Klavier und musikalische Leitung), David Tröscher (Drums), Hansi Maloleppsy (Bass) und Stephan Völker (Reed).
Wiesbadener Tagblatt, 15. Dezember 2008
Felicitas Geipel, Rainer Maaß, Tim Speckhardt, Anke Budau, Annika Kaupe und Daniel Kegler spielen und singen dieselben Figuren mit großem Können und ebenso großem frischen Charme. Iris Limbarth, die Jugendclub- Regisseurin, hat sich witzige Szeneneinfälle, kleine Gags und hübsche Choreographien für ihre Darstellung einfallen lassen, und unter der Leitung von Michael Geyer spielt die Vier-Mann-Band im Hintergrund der Bühne die eingängigen, zuweilen mitreißenden Popsongs von David Shire zu Texten von Richard Maltby.
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30. Dezember 2008
Regisseurin und Choreografin Iris Limbarth führt die zehn quicken Sänger und Darsteller locker an der Leine, erlaubt sich grelle Comic-Szenen, relativiert durch stille und rührende Momente, wobei das fragmentarische Bühnenbild (Britta Lammers) den Wechsel von Paar zu Paar fördert. Unbestritten qualitätvoll ist die Begleitung der Band unter Michael Geyer (Klavier), der Drums, Bass und Saxofon schön blühen lässt, rockig, bluesig und lateinamerikanisch. Kleines Musical – großer Spaß.
musicals, Februar/März 2009
Mit seiner neusten Musicalproduktion (...) hält der Jugendclub sein hohes Niveau. Jedes Ensemblemitglied vermag mit seinen eigenen Stärken zu glänzen, alle haben angenehme Stimmen und zeigen schauspielerisch gute bis hervorragende Leistungen. Besonders auffällig ist die für Amateure so gar nicht selbstverständliche Tatsache, dass jeder zu jeder Zeit ganz genau zu wissen scheint, was er zu tun hat – keine Unsicherheit, kein Herumimprovisieren, Professionalität im besten Sinne.
All das ist ein Verdienst von Regisseurin Iris Limbarth, die für eine Inszenierung aus einem Guss sorgt, ohne Durchhänger und mit vielen kleinen Ideen, die das Stück aufwerten. (...) Zusammen mit der souveränen Ausleuchtung (Achim Sauffaus, Claus Weyrauther) und phantasievollen Kostümen (Heike Ruppmann) schafft das Kreativteam immer die passende Atmosphäre. Auch die hinter dem Geschehen platzierte, souverän begleitende Band unter der Leitung von Michael Geyer trägt zu einem wirklich gelungenen Theaterabend bei.
musicalzentrale, 18.01.2009
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