‚Aida‘ nimmt unter den Opern Giuseppe Verdis in vielerlei Hinsicht eine besondere Stellung ein. Sie ist nicht nur zu Verdis berühmtestem Werk geworden, sondern auch zum Inbegriff von ‚Oper‘ schlechthin: Figuren, Konflikte, Leidenschaften, Schauplätze – das alles entsteht kraft der Musik und der Gesangsstimme.
Während nahezu alle anderen Opern Verdis ihre Idee und Gestaltung großen literarischen Werken verdanken, beruht die Handlung von ‚Aida‘ auf dem Szenenentwurf von Auguste Mariette, eines einflussreichen Ägyptologen im Dienste des Khediven Ismail Pascha. Für sein 1869 eröffnetes Opernhaus in Kairo wollte der Khedive um jeden Preis ein neues Werk des größten Komponisten der Zeit: Giuseppe Verdi.
Der nahm nach langem Zögern das ungewöhnliche Angebot an und damit die Gelegenheit wahr, eine Oper allein nach musikdramatischer Idee und Wirkung zu gestalten. Das Ägypten, in das uns Giuseppe Verdi entführt, ist eine Welt der Rituale, der strengen Regeln und der starken Emotionen.
Der siegreiche Feldherr Radames wurde für die Pharaonentochter Amneris bestimmt, doch keine Macht der Welt kann ihn von seiner Liebe zur äthiopischen Sklavin Aida abbringen. Keine andere Oper Verdis endet so tragisch und doch mit einem so vollständigen Sieg der Liebe wie ‚Aida‘ .
Als Aida stellt sich die renommierte ungarische Sopranistin Eszter Sümegi erstmals in Wiesbaden vor. Der Tenor Rubens Pelizzari kehrt als Radames ans Staatstheater zurück, ebenso wie Kiril Manolov in der Rolle von Aidas Vater Amonasro und Andrea Baker als Amneris.
Regisseur Immo Karaman hat zusammen mit dem Choreografen Fabian Posca in Wiesbaden bereits ‚Luisa Miller‘ inszeniert. Ihre Produktion von John Adams’ ‚Doctor Atomic‘ (Saarbrücken/Helsinki) wurde 2010 für den FAUST-Theaterpreis nominiert. An der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf erarbeiten beide einen Britten-Zyklus mit ‚Peter Grimes‘, ‚Billy Budd‘ und ‚The Turn of the Screw‘. Beeindruckende Inszenierungen entstanden außerdem an der Oper Leipzig und am Staatstheater am Gärtnerplatz in München.
| Musikalische Leitung | Zsolt Hamar |
| Inszenierung | Immo Karaman |
| Choreografie | Fabian Posca |
| Bühne und Kostüme | Okarina Peter |
| Timo Dentler | |
| Choreinstudierung | Anton Tremmel |
| Dramaturgie | Stephan Steinmetz |
| Mit: | |
| Der König | Bernd Hofmann |
| Amneris, seine Tochter | Andrea Baker |
| Aida, äthiopische Sklavin | Eszter Sümegi |
| Radamès, Feldherr | Rubens Pelizzari |
| Ramphis, Oberpriester | Dennis Wilgenhof |
| Amonasro, König von Äthiopien | Kiril Manolov |
| Ein Bote | Osvaldo Daniel Navarro Turres |
| Eine Tempelsängerin | Sarah Jones |
| Orchester, Chor, E-Chor und Statisterie des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden | |
| Doppelbesetzung in alphabetischer Reihenfolge | |
Übertragung des Live-Mitschnitts
Hr2 Kultur, 9.9.2012, 20.05 Uhr
Oper in vier Akten von Giuseppe Verdi
Libretto von Antonio Ghislanzoni
In italienischer Sprache mit Übertiteln
Premiere
Samstag, den 08.09.2012, 19.30 Uhr
Großes Haus
Freitag, den 14.09.2012, 19.30 Uhr
Sonntag, den 23.09.2012, 19.30 UhrFreitag, den 05.10.2012, 19.30 Uhr
Donnerstag, den 18.10.2012, 19.30 Uhr
Sonntag, den 28.10.2012, 19.30 Uhr


Aida in Wiesbaden Fotos: GFDK/(c)Martin Kaufhold















