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Afghanistans gerettete Schätze - der afghanische Nationalschatz mit dem "Gold von Baktrien"- Teile davon sind jetzt in Bonn zu bestaunen

Afghanistan ist ein Land mit großen Kulturschätzen. Die schönsten beherbergte das Nationalmuseum in Kabul bis zu seiner Plünderung durch das Taliban-Regime. Gerettet werden konnte der afghanische Nationalschatz mit dem "Gold von Baktrien". Teile davon sind jetzt in Bonn zu bestaunen.

Afghanistan gehört zu den bedeutendsten Kulturregionen Zentralasiens. Seine Lage an der legendären Seidenstraße machte es von der Bronzezeit bis in das islamische Zeitalter zu einem wichtigen Kreuzungspunkt der Zivilisationen. Entsprechend spiegelt das kulturelle Erbe Einflüsse Griechenlands und Indiens ebenso wie Mesopotamiens oder Persiens.

Kostbarkeiten aus mehr als zwei Jahrtausenden


Im Mittelpunkt der Ausstellung in der Bonner Bundeskunsthalle stehen Kunstschätze aus mehr als zwei Jahrtausenden. Sie stammen aus vier archäologischen Ausgrabungsstätten in Baktrien: Tepe Fullol, Ai Khanum, Tillya Tepe und Begram.

Die Region um die ehemalige Hauptstadt Baktra im heutigen Norden Afghanistans ist nicht nur von den großen Handelsrouten, sondern auch den Feldzügen Alexanders des Großen entscheidend geprägt worden.

Gezeigt werden 230 Objekte aus der Zeit von 2000 vor Christus bis zum zweiten Jahrhundert nach Christus. Es sind vor allem kostbare Grabbeigaben aus Gold und Silber, aber auch Elfenbeinarbeiten, Glasgefäße und Skulpturen.

Ein besonderes Highlight der Schau sind die einzigartigen Goldfunde aus den sechs Gräbern des ersten Jahrhunderts nach Christus in Tillya Tepe. Sie waren 1979 von einem russischen Archäologenteam entdeckt worden.

Quelle:
http://www.bundesregierung.de/...  

Schönstes Museum an der Seidenstraße

Bewahrt wurden alle diese Schätze im Nationalmuseum in Kabul. Es war 1922 eröffnet worden und beherbergte etwa 100.000 Objekte. Die sowjetische Invasion in Afghanistan 1979 zerstörte die Wirtschaft und die kulturelle Infrastruktur.

Im Zuge der Verschlechterung der Situation Ende der 1980er Jahre sah sich die Direktion des Museums gezwungen, Teile der Bestände auszulagern, um sie vor der drohenden Zerstörung durch das Taliban-Regime zu retten.

Lange Zeit galt das "Gold von Baktrien" als verschollen. Erst 2004 wurde es unbeschadet in den Depots der Zentralbank von Kabul wiederentdeckt und danach der Öffentlichkeit präsentiert.

Verständigung durch den Dialog der Kulturen


Eine Auswahl startete 2006 zu einer Reise um die Welt. Jetzt ist sie an ihrer einzigen Station in Deutschland in der Bonner Bundeskunsthalle zu sehen. Dabei soll die Ausstellung ein weiterer Schritt auf dem Weg der Verständigung zwischen den Kulturen sein – so die Ausstellungsmacher.

Sie sind überzeugt, dass der vertrauensvolle Dialog zwischen den Zivilisationen für die Welt von heute zu einer unabdingbaren Notwendigkeit geworden ist.

Die Ausstellung "Afghanistan. Gerettete Schätze" ist noch bis zum 3. Oktober in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland zu sehen. Die Bundeskunsthalle ist eine Einrichtung des Bundes.

Seit 1992 hat sie über 170 Ausstellungen aus den Bereichen Kunst und Kulturgeschichte, Wissenschaft und Technik präsentiert. Regelmäßig finden im Forum, einem Veranstaltungsraum mit bis zu 500 Plätzen, Konzerte, Performances, Lesungen, Kongresse, Film- und Theatervorführungen statt. Finanziert wird die Bundeskunsthalle aus dem Haushalt des Kulturstaatsministers.

Weitere Informationen:
http://www.bundeskunsthalle.de

Quelle:
http://www.bundesregierung.de/

http://www.bundeskunsthalle.de  

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