Gesellschaft Freunde der Künste

Nachrichten und Veranstaltungen in unserem Archiv

Orff und Büchner

Abwechslungsreiches glanzvolles Programm der 17. Carl Orff-Festspiele Andechs vom 14.06.-3.08.2014 steht fest

Die Carl Orff-Festspiele Andechs finden in diesem Jahr vom 14. Juni bis 3. August statt. Höhepunkt der diesjährigen Festspielsaison ist die Neuproduktion von Georg Büchners „Leonce und Lena“.

Das Lustspiel in der Inszenierung von Marcus Everding wird am Freitag, den 27. Juni zum ersten Mal in 17 Festspieljahren Premiere feiern. Darüber hinaus werden die Carl Orff-Festspiele Andechs auch 2014 wieder mit einem abwechslungsreichen Programm aus Musiktheater, Konzert und Nachwuchsförderung musik- und theaterbegeisterte Besucher auf den Heiligen Berg locken.

Eröffnet werden die 17. Carl Orff-Festspiele Andechs am 14. Juni mit „Orff & Büchner“ – einer Veranstaltung, in der die spannende Verbindung zwischen Carl Orff und Georg Büchner näher beleuchtet wird. Die Premiere von Büchners „Leonce und Lena“ folgt am 27. Juni. Das populäre Lustspiel voller Sprachwitz, Situationskomik und Melancholie wird von Marcus Everding, Künstlerischer Leiter der Carl Orff-Festspiele Andechs, inszeniert und von renommierten Instrumentalisten musikalisch interpretiert. Mit Manuel Mairhofer als Leonce und Christina Laas als Lena konnten zwei junge Schauspieler für die Hauptrollen gewonnen werden. Thomas Pekny zeichnet erneut für Bühne und Kostüme verantwortlich. Weitere Vorstellungen sind für den 28. und 29. Juni sowie den 4., 5. und 6. Juli angesetzt.

Festspiele in Deutschland

Die „Carmina Burana“ werden aufgrund des großen Erfolges in der vergangenen Spielzeit wiederaufgenommen und mit „Catulli Carmina“ inhaltlich bedeutend erweitert. Mit ihrer prallen Mischung aus Fatalismus, Spott, Liebe, Lebensfreude und Irrwitz machten die „Carmina Burana“ Carl Orff zu einem der meistgespielten Komponisten des 20. Jahrhunderts. Orff hat jedoch den „Carmina Burana“ zwei weitere Werke zugeordnet, darunter „Catulli Carmina“.

Das Stück erzählt die verzweifelte Liebe des Dichters Catull zu Lesbia. Der szenische Charakter dieses Werkes wird durch tänzerische Gestaltung hervorgehoben. Die „Carmina Burana“ werden erneut mit einer aufwendigen Licht- und Projektionsgestaltung gezeigt, die das dramatische Potenzial der Partitur noch zusätzlich hervorhebt. Dieser Klassiker des Orffschen Werkes in Erweiterung mit „Catulli Carmina“ wird dieses Jahr von den Instrumentalisten der Andechser ORFF®-Akademie des Münchner Rundfunkorchesters unter der Musikalischen Leitung von Christian von Gehren gestaltet. Premiere ist am 24. Juli. Weitere Aufführungen finden am 25., 26. und 27. Juli sowie am 1., 2. und 3. August statt.

Im Rahmen zweier Kammerkonzerte zeigen die Musiker der Andechser ORFF®-Akademie des Münchner Rundfunkorchesters am 18. und 19. Juli 2014 im herrschaftlichen Fürstentrakt des Klosters Andechs ihr Können. Das genaue Programm hierzu wird noch bekannt gegeben.

Bereits zum sechsten Mal gastiert das Münchner Rundfunkorchester auf dem Heiligen Berg. Mit „Orff & Barock“ führen die Carl Orff-Festspiele die in der letzten Saison initiierte Reihe „Orff & ...“ fort. Der Klangkörper präsentiert u. a. Werke von alten Meistern wie Carl Philipp Emanuel Bach sowie Antonio Vivaldi. Erneut wird der Künstlerische Leiter der Festspiele, Marcus Everding, mit begleitenden Texten das Konzert moderieren.

Nachwuchsförderung und Musikvermittlung werden bei den Carl Orff-Festspielen Andechs auch in der Saison 2014 wieder groß geschrieben. Zum fünften Mal findet im Rahmen der Festspiele die Andechser ORFF®-Akademie des Münchner Rundfunkorchesters statt. Mit Christian von Gehren als Musikalischem Leiter der Akademie, unterstützt durch das Münchner Rundfunkorchester, erarbeiten Musikstudenten aus aller Welt in Proben und Workshops die Partitur der „Carmina Burana“ und „Catulli Carmina“.

Unter dem Motto „Schule geht Theater“ wird auch das theaterpädagogische Programm der Festspiele in Kooperation mit der LMU München fortgesetzt.

Gäbe es einen besseren Ort als das Kloster Andechs, um das musikalische Vermächtnis von Carl Orff lebendig zu halten? Fand der große bayerische Komponist doch hier in der Wallfahrtskirche seine letzte Ruhestätte. Bis heute fühlt sich der Konvent des Klosters Andechs daher dem Werk Orffs verpflichtet und pflegt diese Verbundenheit durch die Carl Orff-Festspiele Andechs, die seit 1998 jährlich auf dem Heiligen Berg stattfinden. Die langfristige Kooperation mit der BMW Group, das erneute Engagement der Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg und von Neumann & Müller sowie die Unterstützung zahlreicher Institutionen wie der Carl Orff-Stiftung ermöglichen den Festspielen mit dem Kloster Andechs als Träger über die Saison 2014 hinaus eine langfristige Perspektive.

Karten sind erhältlich unter 08152 - 376 400, bei München Ticket und allen angeschlossenen Vorverkaufsstellen.

ORFF & BÜCHNER

Büchner bei den Carl Orff-Festspielen? Hierfür gibt es eine Vielzahl an Gründen. Die Veranstaltung „Orff & Büchner“ wird sich mit eben dieser Frage beschäftigen und die spannende Verbindung näher beleuchten. Im exklusiven Ambiente des Fürstentraktes eröffnen die Festspiele damit ihre diesjährige Spielzeit.

Termin

Samstag, 14. Juni 2014, 17.00 Uhr

Spielstätte Fürstentrakt, Kloster Andechs

Georg Büchner:

LEONCE UND LENA – Ein Lustspiel mit Musik

Erstmalig in 17 Festspieljahren wird Georg Büchners „Leonce und Lena“ am Heiligen Berg Premiere feiern. Carl Orff selbst hat 1917 Musik zu Büchners Lustspiel „Leonce und Lena“ geschrieben. Wenngleich diese Fassung mehrfach zur Aufführung gelangte, so ist die Partitur heute verschollen. Im Sinne aber der Festspielprogrammatik, Orff wie auch sein Umfeld in all seinen Facetten zu präsentieren, findet dieses populäre Lustspiel seinen Platz im diesjährigen Spielplan. Von renommierten Instrumentalisten wird eigens für diese Produktion zum szenischen Geschehen Bühnenmusik geschaffen.

Handlung

Der gelangweilte Prinz Leonce soll heiraten. Das will er nicht. Also flieht er, trifft in der Ferne auf eine Lena, verliebt sich, kehrt zurück, nur um festzustellen, dass Lena die Auserwählte ist. Alles gut? Sprachwitz und Situationskomik, Melancholie und die Frage nach gesellschaftlicher Verantwortung, das ist „Leonce und Lena“.

Zur Inszenierung

Ein Lustspiel hat Georg Büchner sein Stück genannt. Zu Recht. Denn ein verspielt lustiges Stück Satire ist dieses Stück allemal. Dass Orff sich nach diesem Theaterstück mit dem „Sommernachtstraum“ von Shakespeare beschäftigt hat, nimmt nicht Wunder. Büchners Stück ist allerdings mehr als nur eine heitere Posse. Es ist eine literarische Glosse auf die politischen Verhältnisse seiner Zeit: Die Duodezfürsten, die irrenden Liebenspaare, der High Society-Talk über die Ideenwelt Kants und seiner Nachahmer, die köstliche Dämlichkeit der Hofschranzen, Popanze der Macht und schlaue Vorachtundsechziger, die es in den Dreiteiler geschafft haben und aus dem Flugzeug heraus den Idealen ihrer Revolution mit Champagner zuprosten. Nebenbei wird mit spöttischer Liebhaberei die Welt der Romantik – auch mit einer gehörigen Prise Melancholie – in die Konstellation der Liebenden gedichtet. Kurz: Ein Meisterwerk an Spott und politischer Tiefe.

Die Aufgabe der Inszenierung wird es sein, den Zuschauern unserer Mitwelt von 2014 die zeitbezogenen Verweise und Hiebe verständlich nahe zu bringen, damit das Publikum lachen kann über dieses Lustspiel und heiter aufnimmt, wozu politische Dämlichkeit führen kann. Wie es heißt: Lachen ist die spontanste Form der Übereinstimmung. Zum ersten Mal wird die Bühne des Festspielhauses zu einer Guckkastenbühne umgestaltet werden. Die Welt der Reichen und Schönen präsentiert sich in heiterem Rasengrün, einer Bühnengassenwelt, eine Illusionsszenerie, die durch architektonische Überraschungen konterkariert wird. Auch die Kostümsprache wird dem entsprechen und versuchen die Personen in unsere Zeit zu holen, ohne in plumper Aktualisierung zu ersticken.

Wäre Büchner ein Wiedergänger, reiste er mit seinem Liebespaar Leonce und Lena durch unsere Zeit, er fragte sich, warum um alles in der Welt wir uns denn noch für die Verwerfungen seiner Zeit des beginnenden 19. Jahrhunderts interessierten. Gibt es doch heute so viele Dinge und gesellschaftliche Lachhaftigkeiten, die er sofort porträtieren und auf die Bühnen bringen würde. Genau diese Frage will die Inszenierung von „Leonce und Lena“ beantworten, spaßig, humorvoll, grotesk und mit Liebe zum Menschen. Und es wäre sicher kein Fehler, wenn die Zuschauer am Ende des Abends sagten: „Meine Herren, in was für einer Welt leben wir denn? Was macht es sich der Mensch gestern und heute so schwer?“ Das Paradies auf Erden verhindern wir immer selber. Ob als Prinzen oder heutige Potentaten, ob als politisch Verfolgte oder Revolutionäre. Büchners „Friede den Hütten, Krieg den Palästen“ lässt sich in den Begriff des sozialen Friedens gießen. Den haben wir ja. „Ach so, haben wir?“, könnte Büchner fragen. Und Carl Orff schlösse sich dieser Frage bestimmt an.

Termine

Freitag, 27.06.2014,19.00 Uhr (Premiere) Samstag, 28.06.2014, 19.00 Uhr Sonntag, 29.06.2014, 16.00 Uhr

Freitag, 04.07.2014,19.00 Uhr

Samstag, 05.07.2014, 19.00 Uhr Sonntag, 06.07.2014, 16.00 Uhr

Spielstätte

Festspielhaus Florian-Stadl, Kloster Andechs

Besetzung

König Peter: Sebastian Goller

Prinz Leonce: Manuel Mairhofer

Prinzessin Lena: Christina Laas

Valerio: Daniel Brockhaus

Gouvernante: Josepha Sem

Präsident des Staatsrates: Wolf von der Burg Hofprediger: Emanuel Möllers

Schulmeister: Konrad Wipp

Rosetta: Nastasja Winzig

Staatsrat/Volk: Mitglieder des Andechser Festspielchors

 

Inszenierung: Marcus Everding

Bühne und Kostüme: Thomas Pekny

Musik: Stefan Blum & Ensemble

 

Erneut bieten die Festspiele eine Soirée zur Produktion mit dem Künstlerischen Leiter Marcus Everding und Gästen am Samstag, den 21. Juni, 17.00 Uhr im Fürstentrakt des Klosters Andechs an.

KAMMERKONZERTE

Der Fürstentrakt. Prächtige und malerische Räume, die früher allein den Herrschenden zugänglich waren. Hier atmet Geschichte, hier erklang Musik. So wird es wieder sein. Das Kloster öffnet erneut den Fürstentrakt für die Festspielbesucher: Für zwei Kammerkonzertabende der Andechser ORFF®-Akademie des Münchner Rundfunkorchesters. Dem musikalischen Abend in den fürstlichen Räumen folgt ein gemeinsamer Abschluss in der Wallfahrtskirche. Die genaue Programmfolge wird rechtzeitig auf der Festspielwebsite veröffentlicht und liegt an den Konzerttagen aus.

Termine

Freitag, 18.07.2014, 18.00 Uhr Samstag, 19.07.2014, 18.00 Uhr

Spielstätte

Fürstentrakt und Wallfahrtskirche Andechs

Besetzung

Akademisten der Andechser ORFF®-Akademie des Münchner Rundfunkorchesters Die genaue Programmfolge wird noch bekannt gegeben.

ORFF & BAROCK

Die Kooperation mit dem Bayerischen Rundfunk, die zu einer Orchester-Akademie geführt hat, eröffnete die Möglichkeit, Konzerte mit dem Münchner Rundfunkorchester bei den Festspielen zu präsentieren und damit eine großartige wie auch programmatische Erweiterung der Festspielsaison zu erreichen.

Bereits zum sechsten Mal gastiert das Münchner Rundfunkorchester auf dem Heiligen Berg. Wie auch in den vergangenen Jahren wird die Festspielsaison 2014 durch das Konzert thematisch ebenso ergänzt wie erweitert.

Die in der vergangenen Spielzeit initiierte Reihe „Orff & ...“ wird in diesem Jahr mit dem Konzert „Orff & Barock“ fortgesetzt. Orff hat sich in der Suche nach seiner unverwechselbaren T onsprache auch intensiv mit den alten Meistern beschäftigt. Das Münchner Rundfunkorchester präsentiert Werke von Carl Philipp Emanuel Bach, Charles Avison sowie Antonio Vivaldi und spannt den musikalischen Bogen vom Barock bis ins 19. Jahrhundert zu Felix Mendelssohn Bartholdy, der maßgeblich für die Bach-Renaissance verantwortlich war.

Termin

Sonntag, den 20.07.2014, 16.00 Uhr

Spielstätte

Festspielhaus Florian-Stadl, Kloster Andechs

Besetzung

Konzertmeister und Leitung: Sreten Krstič Münchner Rundfunkorchester

Carl Orff:

CARMINA BURANA / CATULLI CARMINA – Eingetaucht in magische Bilder

Die „Carmina Burana“ muss man wohl niemandem mehr erklären oder beschreiben. Mit ihrer prallen Mischung aus Fatalismus, Spott, Liebe, Lebensfreude und Irrwitz machten sie Carl Orff zu einem der meistgespielten Komponisten des 20. Jahrhunderts. Und bis heute präsentiert sich die Partitur so gelungen und aus einem Guss, dass sich kaum einer ihrer Wucht und Verspieltheit entziehen kann. Diesem Klassiker des Orffschen Werkes müssen und wollen sich die Festspiele immer wieder widmen. Orff hat jedoch den „Carmina Burana“ zwei weitere Werke zugeordnet, darunter „Catulli Carmina“.

Handlung

Ist das zentrale Thema der „Carmina Burana“ das Schicksal, das Rad der Fortuna, das sich mit den Liebesgesängen von Mann und Frau, der zentralen Schicksalspaarung menschlichen Lebens und dem ätzenden Spott über monastische Hierarchien, verbindet, so stellt Orff bei den „Catulli Carmina“ den konkreten Liebeskonflikt ins Zentrum. Der antike Dichter Catull, der Liebeslyriker seiner Zeit, verliert sein poetisches Herz an Lesbia. Deren Leichtfertigkeit und flatterhaftes Anbändeln mit anderen Männern treibt den verliebten Poeten in den Wahnsinn. Die Macht der Liebe - die sengende rötliche Kraft ihrer Gefühle - verbrennt und zerstört die ersehnte heile Welt der Liebe. „Heute du, morgen er“ - eine konkrete Variation des Rades der Fortuna. Konsequenterweise verwendet Orff für diese Partitur die kräftige lautmalerische Sprache des Griechischen wie Lateinischen. Eingerahmt durch kommentierenden Chor ist es eine Mischung aus Dramatik und Derbheit.

Zur Inszenierung

Der szenische Charakter der „Catulli Carmina“ wird durch tänzerische Gestaltung hervorgehoben. Die „Carmina Burana“ werden erneut mit einer aufwendigen Licht- und Projektionsgestaltung gezeigt, die das dramatische Potenzial der Partitur noch zusätzlich unterstreicht. Ganz im Sinne Carl Orffs, der sich zur Aufführung seines berühmtesten Werks schon immer „magische Bilder“ gewünscht hatte.

Termine

Donnerstag, 24.07.2014, 19.00 Uhr (Premiere) Freitag, 25.07.2014, 19.00 Uhr

Samstag, 26.07.2014, 19.00 Uhr

Sonntag, 27.07.2014, 16.00 Uhr

Freitag, 01.08.2014, 19.00 Uhr Samstag, 02.08.2014, 19.00 Uhr Sonntag, 03.08.2014, 16.00 Uhr

Spielstätte

Festspielhaus Florian-Stadl, Kloster Andechs

Besetzung

Sopran: Ania Vegry Tenor: Manuel König Bariton: Hinrich Horn

Musikalische Leitung: Christian von Gehren Lichtkonzeption: Marcus Everding

 

Choreographie: Irina Pauls

Orchester der Andechser ORFF®-Akademie des Münchner Rundfunkorchesters Andechser Festspielchor

Fridolinspatzen des Gesangvereins Maisach e. V.

 

Erneut bieten die Festspiele eine Soirée zur Produktion mit dem Künstlerischen Leiter Marcus Everding und Gästen am Samstag, den 12. Juli, 17.00 Uhr im Fürstentrakt des Kloster Andechs an.

Die Andechser ORFF®-Akademie des Münchner Rundfunkorchesters

Idee und Realisierung

Orchesternachwuchs fördern im Sinne Carl Orffs

Da sich die Festspiele insbesondere der grenzüberschreitenden Nachwuchsförderung als dem besonderen Vermächtnis von Carl Orff widmen, entstand 2009 die Idee, eine Akademie für junge begabte Musiker in der Ausbildung zu gründen.

Carl Orffs eigene Intention findet sich hier ebenso wieder wie die Überzeugung der Festspielleitung. Von Liselotte Orff – der Witwe Carl Orffs – wissen wir, dass die Idee einer Akademie für talentierte Nachwuchsmusiker auf Carl Orff selbst zurückgeht. Die Verbindung von pädagogischem Ansatz und musikalischer Qualität ist daher den Initiatoren der Akademie ein wichtiges Anliegen.

Im Rahmen dieser 2009 gemeinsam mit dem Münchner Rundfunkorchester gegründeten Akademie werden jedes Jahr für ein Projekt talentierte Nachwuchsmusiker in mehreren Arbeitsphasen intensiv gefördert und mit dem musikdramatischen Werk von Carl Orff vertraut gemacht. Höhepunkt und Abschluss ist die Begleitung einer Produktion der Carl Orff- Festspiele Andechs. 2014 wird dies Carl Orffs „Carmina Burana / Catulli Carmina“ sein. Aus dem Arbeits- und Projektorchester entwickelt sich so ein Orchester bei den Carl Orff- Festspielen Andechs.

Musik als völkerverbindendes Instrument

Ein weiterer Aspekt dieser Einrichtung ist die Zusammensetzung der Akademie. Neben der fachlichen Qualifikation ist es den Verantwortlichen auch ein Bedürfnis, dass die ausgewählten Nachwuchsmusiker aus möglichst vielen Ländern stammen. In diesem Jahr kommen die 62 Akademisten aus insgesamt 19 verschiedenen Ländern.

So bringt die Akademie durch die gemeinsame Arbeit junge Nachwuchsmusiker unterschiedlichster Herkunft und Kulturen für ein Orchesterprojekt zusammen. Damit leistet sie nicht nur einen Beitrag zum Integrationsprozess in Deutschland, sondern trägt auch zur weiteren internationalen Verbreitung der Orffschen Musik bei.

Nachhaltiges Engagement

Das Kloster Andechs und der Bayerische Rundfunk haben sich per Kooperationsvertrag dazu verpflichtet, sich langfristig für diese Akademie zu engagieren. Mit ihr leisten das Kloster Andechs und der Bayerische Rundfunk einen wesentlichen Beitrag, den internationalen Orchesternachwuchs in Deutschland im Sinne von Carl Orff zu fördern.

Programm der Andechser ORFF®-Akademie des Münchner Rundfunkorchesters 2014

• Vorspiel der Studierenden, abgenommen vom Münchner Rundfunkorchester

• Fünf Arbeitsphasen mit Orchesterproben, Registerproben, Workshops zu den Themen

Orchesterarbeit und Musiktheater sowie Kammermusikspiel mit:

 

Christian von Gehren,

Musikalischer Leiter der ORFF®-Akademie

 

Prof. Ulf Schirmer,

Künstlerischer Leiter des Münchner Rundfunkorchesters

 

Marcus Everding,

Künstlerischer Leiter der Carl Orff-Festspiele Andechs

 

Wilfried Hiller,

Komponist, Orff-Schüler, Vorsitzender des Vorstands der Carl Orff-Stiftung

 

Mitgliedern des Münchner Rundfunkorchesters

In der fünften Arbeitsphase die Mitwirkung in sieben Aufführungen von Carl Orffs

„Carmina Burana / Catulli Carmina“ im Rahmen der Carl Orff-Festspiele Andechs

 

Die Mitwirkung in zwei Kammerkonzerten im Rahmen der Carl Orff-Festspiele Andechs

Je nach Eignung die Mitwirkung in einem Projekt des Münchner Rundfunkorchesters, angeleitet von einem Mitglied des Orchesters

Ein Stipendium von monatlich 360 €

In der vierten und fünften Arbeitsphase sind die Akademisten Gäste des Klosters Andechs

Schule geht Theater – Eine Kooperation mit der LMU München

Theaterpädagogik – ein Begriff, der immer mehr mit Inhalt gefüllt wird. So haben sich auch die Carl Orff-Festspiele Andechs dieses wichtigen Elementes für die Ausbildung und Weiter- bildung angenommen. Nach Arbeiten mit Schulchören, Theaterklassen und der TU München sowie der LMU München, wird in diesem Festspielsommer diese Linie fortgesetzt.

Die Universität „geht Theater“. Für einen ganzen Tag kommen Lehramtsstudierende nach Andechs und werden in modellhaften Szenen berufsnahe Situationen erarbeiten und die gemachten Erfahrungen bündeln. Marcus Everding vermittelt den Studenten die Dramatik ihres Berufes. Die spezifischen Mittel des Theaters – die immer eine Vorbereitung auf eine Rolle beinhalten – sind sehr gut auf die Rolle des Lehrers anzuwenden. Lehrer kann man eben auch lernen.

Zudem werden die Studenten eine Arbeitsprobe von „Leonce und Lena“ besuchen, um zu sehen, wie schwierig das scheinbar Leichte auf der Bühne herzustellen ist. Am Ende der Festspiele „geht Theater Schule“. Zusammen mit dem Dozenten Dr. Michael Kirch werden mit Studenten und Schulkindern Beispiele aus der Schulpraxis nachgestellt, geprobt und aufgezeichnet. Dies dient der Unterstützung von vorhandenem Lehrmaterial. So entsteht Nachhaltigkeit. Theater und Schule geben sich die Hand. Beiden geht es um Eines: Sinn und Inhalt in einer faszinierenden Form.

Die Erfahrungen der letzten Jahre haben schon Wirkung gezeigt. Im Rahmen der Erstsemesterschulung gab es in den Wintersemestern 2012 und 2013 eine mehrstündige Gastvorlesung des Künstlerischen Leiters Marcus Everding vor 400 Studenten an der LMU. Zudem wurde er in das höchste Beratergremium der Lehrerfortbildung MZL der LMU berufen. Festspiele und Ausbildung – eine Zukunft tut sich auf.

Und warum das alles bei den Carl Orff-Festspielen Andechs? Wer, wenn nicht Carl Orff, stünde für nachhaltige Nachwuchsarbeit. Und vor allem dafür, wie geeignet Musik und Theater für pädagogische Zwecke sind.

17 Jahre Carl Orff-Festspiele Andechs

Begonnen hatte alles mit einem „Wochenende mit Musik“. 1992 fand anlässlich von Carl Orffs 10. Todestag auf Initiative von Wilfried Hiller und Pater Anselm Bilgri ein „Wochenende mit Musik“ statt. Die Tatsache, dass Carl Orff auf eigenen Wunsch hin in der Schmerzhaften Kapelle der Wallfahrtskirche begraben liegt und aufgrund der weltweiten Bedeutung seines Werkes, empfand das Kloster es als Verpflichtung, eine Basis für eine langfristige Pflege der Orffschen Werke am Heiligen Berg zu legen. Als Biennale konzipiert, wurden in den Folgejahren die Werke von Carl Orff zunächst im zweijährigen Rhythmus in reduzierten Fassungen und als Gastspiele zusammen mit Kammermusik seiner Zeitgenossen aufgeführt.

Die entscheidende Entwicklung vollzog sich 1998 mit der Berufung von Prof. Hellmuth Matiasek, vormals Intendant des Staatstheaters am Gärtnerplatz, zum Künstlerischen Leiter der nun jährlich stattfindenden Festspiele und dem Umbau des ehemaligen Heuschobers Florian-Stadl zum Konzertsaal und somit festen Spielstätte der Festspiele.

Von 1998 an wurden bis heute mit großem Erfolg u.a. „Der Mond“, „Die Kluge“, „Carmina Burana“, „Die Bernauerin“, „Antigonae“, „Trionfo di Afrodite“, Shakespeares von Orff vertonter „Sommernachtstraum“, aber auch „Der Goggolori“ von Orff-Schüler Wilfried Hiller auf die Bühne des Florian-Stadls gebracht. „Die Bernauerin“ erhielt eine Gastspieleinladung zur EXPO 2000 nach Hannover und wurde dort im Rahmen der Bayerischen Länderwoche des Deutschen Pavillons vor ausverkauftem Hause aufgeführt.

2008 hat Marcus Everding die Künstlerische Leitung der Festspiele übernommen und sie unter der Maxime, „ein Novum im Kontinuum“ zu schaffen, fortentwickelt und geöffnet. Insbesondere durch die Gründung der Andechser ORFF®-Akademie des Münchner Rundfunkorchesters, einem Kooperationsprojekt des Klosters Andechs mit dem Bayerischen Rundfunk, konnte die musikalische Qualität der Festspiele im besten Sinne Orffscher Nachwuchsarbeit nachhaltig weiterentwickelt werden. Unter Everdings Leitung haben sich die Festspiele als eines der drei großen Komponistenfestspiele in Bayern neben Bayreuth und Garmisch weiter etabliert und ihren Ruf gefestigt.

Bis 2010 lag die Trägerschaft der Festspiele in Händen des Vereins Orff in Andechs e. V.. Im Jahr 2011 übernahm das Kloster Andechs selbst die Verantwortung für die Carl Orff- Festspiele Andechs und sicherte ihnen damit eine langfristige Perspektive.

Tickets und Service

Telefonische Kartenbestellung

Kloster Andechs, Tel.: 08152 - 376 400 (täglich 9.00 - 12.00 Uhr) München Ticket, Tel.: 089 - 54 81 81 81

Buchhandlung Greiner Starnberg, Tel.: 08151 - 29 34 1

Online Kartenbestellung

München Ticket www.muenchenticket.de

Abendkasse

Die Abendkasse öffnet in der Regel eine halbe Stunde vor der Einführungsveranstaltung, d.h. 1,5 Stunden vor Vorstellungsbeginn.

Kombi-Ticket

In Verbindung mit dem Besuch einer Vorstellung erhalten die Festspielbesucher die Chance, sich das Ticket für eine Soirée oder die Veranstaltung „Orff & Büchner“ zum Vorzugspreis von 5 Euro zu sichern.

Einführungsvortrag

Zu den Vorstellungen „Leonce und Lena“, „Carmina Burana / Catulli Carmina“ und „Orff & Barock“ findet jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn ein kostenloser Einführungsvortrag im Florian-Stadl statt.

 

 

Carl Orff-Festspiele Andechs Teresa Thoma

Bergstraße 2

82346 Andechs

Tel. 08152 - 376 305 thoma@andechs.de

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