Gesellschaft Freunde der Künste

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9. Chansonfest Heidelberg vom 5.2. bis 21.3.2009

Ein bisschen Glück gefällig?

9. neues deutsches Chansonfest "schöner lügen" Auch in diesem Jahr lassen es sich Bernhard Bentgens (Festival der Lieder e.V.) und Roger Back (Kulturfenster Heidelberg) nicht nehmen, ihr Publikum in das Reich der Poesie und Liebe, aber auch der Ironie und Satire zu entführen. Bereits zum 9. Mal findet in Heidelberg Deutschlands zweitältestes Chansonfest "schöner lügen" statt.

Mit viel Engagement und Herzblut setzten die beiden Festivalleiter alles daran, dem Publikum einen Querschnitt von namhaften Künstlern und Neuentdeckungen anzubieten. Mit dabei: Abende voller Leidenschaft, Wortwitz, politischem Verstand und eben auch ein bisschen Glück. Denn, so meint Bernhard Bentgens: "Beim Hören von Musik, die wir mit guten Gefühlen verbinden, schüttet der Körper Endorphine, also Glückshormone aus."

Veranstaltungsorte in Heidelberg sind die Bühnen des Kulturfensters, der Stadthalle, des Stadttheaters und der Musik- und Singschule. Roger Back hält das .Heidelberger Publikum für ein ganz besonderes: aufgeschlossen für das Neue und verbunden mit dem Bewährten. So halten die beiden Organisatoren mit den zwei betitelten Abenden "Urknall" auch eine Überraschung bereit: 

In diesem Jahr möchten wir an zwei Abenden neuen Künstlern eine Plattform bieten, auf der sie sich einem größeren Publikum präsentieren und vielleicht eine neue Fangemeinde dazu gewinnen können. So wurden diese "Youngsters" durchaus schon mit einigen Nachwuchspreisen bedacht und haben schon reichlich Bühnenluft geschnuppert . Wer weiß, vielleicht entdeckt das Publikum auch in diesem Jahr einen weiteren Stern, der künftig vom Himmel des deutschen Chansons nicht mehr wegzudenken ist.

Kiki Brunner, Duo Mondsüchtig, Gosch & Klimpa, Saskia Brzyszczyk und Stefanie Kerker wären hierfür die Vorschläge der Veranstalter. Doch auch der legendäre Tim Fischer, der unverwechselbare Bodo Wartke, der nostalgische Robert Kreis und die charismatischen Malediva geben sich die Ehre. 2 Künstler, die sich schon lange über ein Stammpublikum in Heidelberg freuen dürfen und zur Freude der Veranstalter auch immer wieder gerne vorbeischauen. Male Babes, Christian Weber & Timm Beckmann, Johanna Zeul, Tanja Ries, Tom van Hasselt und Wenzel mit dem Lunar Trio schmecken den Cocktail aus Humor, Satire und Kabarett mit einer ordentlichen Brise Musik ab.

Auch die eigene Kreativität ist gefragt: wie wäre es denn, sich selbst einmal am Chanson zu probieren? Die Chanteuse und Opernsängerin Annette Postel bietet höchstpersönlich einen Chansonworkshop in den Räumen des Kulturfensters an. Das Programm: Den Festivalauftakt bestreitet Tim Fischer am Donnerstag, den 5. Februar im Theater der Stadt Heidelberg. Georg Kreisler, Autor und Komponist seines Programms "Gnadenlose Abrechung", mutet Tim Fischer hier einiges zu, aber er weiß natürlich seine Worte in den besten Händen. Mit Rüdiger Mühleisen am Klavier wird Tim Fischer seinem Ruf als Entertainer von Weltformat gerecht.

Das Zusammenspiel von Martin Heim, Roshan Rainer Scheurenbrand und Gregor Schwellenbach, die als Male Babes Furore machen, ist so feinfühlig, dass die Zuhö- rer fast vergessen zu klatschen. Doch das darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Programm von Male Babes zweifelsohne mitten aus dem Leben kommt. Nach dem Motto: was braucht ein Mann zum Glücklichsein: in ihrer Männer-WG zeigt die Chansonboygroup am 7. Februar im Kulturfenster, wann ein Mann ein Mann ist. Urknall: von Anfang an dabei gewesen. Dies könnte sich bewahrheiten, wenn die hier vorgestellten neuen Talente ihren Weg weiterhin so erfolgreich gehen, wie bisher. Die Kurve zeigt unbeirrbar nach oben! Kiki Brunner, Duo Mondsüchtig, Gosch & Klimpa, Saskia Brzyszczyk und Stefanie Kerker geben eine Probe ihres Könnens am 13. und14. Februar im Kulturfenster. Die Träger des deutschen Kleinkunstpreises Christiane Weber & Timm Beckmann sind mit ihrem Programm "Du mich auch" am 21. Februar im Kulturfenster zu Gast. Das ist Chanson von einer ganz besonderen Art mit einem Duo von geradezu elektrisierender Präsenz und hervorragend aufeinander eingespielt,  Bodo Wartke, ein Schlitzohr, Spitzbube oder einfach ein bezaubernder Unterhalter? Mit teilweise von tiefschwarzem Humor nur so triefenden Texten, die er in genial unpassende melodiöse Chansons verpackt, fesselt Bodo Wartke sein Publikum von der ersten bis zur letzten Minute.

Virtuos reimend wird er sich wieder am 28. Februar in der Stadthalle Heidelberg von Zeile zu Zeile hangeln. Als Kontrastprogramm mit der Umschreibung "Geheimtipp in Sachen Musik" kommt Johanna Zeul am 6. März ins Kulturfenster. Unbändige Energie trifft hier auf musikalische Vielseitigkeit. Die Absolventin der Mannheimer Popakademie wird als die neue Prinzessin der deutschsprachigen Musik gefeiert. Frechheit singt. Mit der schlichten Aufforderung "liebe mich" lässt uns Tanja Ries am 7. März im Kulturfenster an poetischen Bildern von Innenwelten, Liedern über Liebe und Sehnsucht teil haben, die irgendwo zwischen Chanson, Pop, Rock und Elektronik liegen. Gäbe es hierzulande ein Sendeformat für Chansons wie in Frankreich, wäre Tanja Ries längst ein großer Star. Wie sie eine Atmosphäre kreiert, in der nur noch das eine Lied existiert, das sie gerade singt, das hat ungeheure Klasse. Traumwandlerisch, betörend und anrührend.

Ein Klavierkabarett für Eingeweide stellt Tom van Hasselt am 13. März im Kulturfenster vor. Er nimmt das Publikum auf eine ungewöhnliche Reise, die skurrile Innenansichten offen legt und mit Sicherheit zu manchen neuen Erkenntnissen über die Krone der Schöpfung führen wird. Was passiert, wenn sich Reggae, Jazz und Latin Grooves mit Witz, Ironie, Kraft und Melancholie verbinden? Ein Auftritt von Wenzel in Begleitung des Lunar Trios am 14. März im Kulturfenster! Dazu Wenzels Songs, die von alledem etwas in sich tragen. Entertainment, das überzeugt und alles zu einem einmaligen Abend werden lässt.

Hits im neuen Gewand und ganz und gar unbekannte Lieder im schönsten akustischen Kostüm. Ihr Programm soll als Aufforderung verstanden werden: "Ab heute verliebt" Malediva, die Träger des Deutschen Kleinkunstpreises richten sich am 20. März in der Musik- und Singschule Heidelberg nicht etwa an frustrierte Großstadtsingles, sondern an all die Langzeitbeziehungen, die nach Jahren einer Schrägstrichehe vergessen haben, warum sie eigentlich mal ihre Lebensentwürfe aneinandergekoppelt hatten.

Einen Chanson-Rückblick gibt es zum Abschluss des Chansonfests. Robert Kreis stellt am 21. März im Kulturfenster sein neues Programm "verehrt, verfolgt, vergessen" vor. Es ist eine kleine Zeitreise, auf die Robert Kreis einlädt. In eine Zeit, in der die Frauen ausschließlich Damen hießen, die Herren Pomade im Haar hatten - und das Thema Erotik in Liedern nur indirekt, über Anspielungen und Zweideutigkeiten zur Sprache kam. Aber das kann ja umso reizvoller sein, wie Robert Kreis beweist.

Last but not least der Chansonworkshop mit Annette Postel am 28. Februar und 1. März. Quasi aus allererster Hand erfährt man hier Tipps und Tricks, was das Geheimnis eines guten Chansonsängers ausmacht.

Alle Informationen zu den einzelnen Künstlern und Veranstaltungen sind zu finden unter www.schoenerluegen.de