Gesellschaft Freunde der Künste

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Max-Josef-Stift München

80 Jugendliche treten in Aktion - Eine Hommage an Hoffnung und Glück, Ein Stück Himmel unter Tage

München. „Ein Stück Himmel unterTage“ heißt Suzann Adams neue lyrisch-akrobatische Inszenierung und macht das Schicksal jüdischer Kinder und Jugendlicher in der Zeit des Nationalsozialismus wiedererlebbar.
Vom 27. bis 29. Juli 2012 wird das Stück am Münchner Gymnasium Max-Josef-Stift aufgeführt.

80 Jugendliche treten in Aktion im Zusammenspiel von Sprache (Deutsch und Hebräisch), Lyrik, Musik (klassisch, jiddisch, modern), Schauspiel, Bewegungskunst, Lichtinstallationen und digitalen Projektionen.

Suzann Adams ist Lehrerin und Leiterin der Bewegungskünste am Max-Josef-Stift. „Ein Stück Himmel unterTage“ ist die kulturübergreifende Annäherung gegen das Vergessen auf künstlerisch-ästhetische Art. Das Schicksal jüdischer Kinder und Jugendlicher wird durch Adams Werk nach fast 70 Jahren wieder erfahrbar.


Die Handlung ist eingebettet in klassische, jiddische und moderne Musik und Gedichte von Selma Meerbaum-Eisinger („Blütenlese“ , „Ich bin in Sehnsucht eingehüllt“), von der Kinder- und Jugendbuchautorin Mirjam Pressler und Eldad Stobezki ins Hebräische übersetzt.

„Seit Jahren sind Literatur und Musik sowie das Schreiben wichtige Inhalte meines Lebens“, so Adams. Für sie sind ihre Aufführungen, Theater, Musik und Bewegungskünste als Ausdruck literarischer Bilder ein persönliches Anliegen.

Das Mädchen Selma, die mit 18 Jahren 1942 in dem deutschen Arbeitslager Michailowska starb und deren Gedichte über die Liebe sie unsterblich machen, und Lejser Fichmann, ihre erste Liebe, Josephle, der von seinen Eltern in die Obhut von Pater Bims gegeben wurde, Pater Bims selbst, der 1983 vom Institut Yad Vashem die Auszeichnung „Gerechte der Nationen“ erhalten hat, weil er 271 Kindern das Leben gerettet hatte, Jakob, der wie ein Vater zu Lina war, deren Eltern abgeholt wurden, als sie „unten im Hof beim Spielen war“, Hiob, der auf einem Schiff wie dem des Ozeanpianisten Novecento nach Amerika auswanderte.

Die Kinder-und Jugendbuchautorin Frau Mirjam Pressler hat auf meine Bitte hin zusammen mit Eldad Stobezki einige Gedichte sowie ein Gebet eines anonymen Juden vor dem Gang in die Gaskammer in das Hebräische übersetzt. Diese Texte sollen auch in deutscher und hebräischer Sprache vorgetragen werden.

Für das Stück wurde Adams durch Werke von Eric-Emmanuel Schmitt, Jurek Becker, Joseph Roth und Alessandro Baricco sowie durch lebende Zeitzeugen wie Charlotte Knobloch und Max Mannheimer inspiriert.

Die Aufführungen finden am Gymnasium Max-Josef-Stift vom 27.07. bis 29.07.2012 jeweils von 19 bis 21.30 Uhr statt. Der Eintritt kostet 4 Euro für Kinder und Erwachsene.

Weitere Infos unter http://www.majostics.de 
Über Majostics, die Bewegungskünstlerinnen des Gymnasiums Max-Josef-Stift München


Seit 15 Jahren beschreiten die Bewegungskünstlerinnen des Gymnasiums Max-Josef-Stift München kreative Wege, die weit über den schulischen Alltag hinausgehen. Die Jonglier- und Akrobatik-Gruppe Majostics besteht aus Mädchen im Alter von 10 bis 22 Jahren. Sie bringen Literatur, Musik und Theater, Tanz und Zirkuskünste zusammen, indem sie Modernes, Traditionelles und Zeitgeschichtliches in ganz eigenen, ganzheitlichen Ausdrucksformen inszenieren. Bei Ein Stück Himmel unterTage wirken insgesamt 80 Schülerinnen und Schüler mit, neben den Mädchen des Max-Josef-Stifts auch die Zirkusgruppe des Asam-Gymnasiums.

Aufführungen:
2009 Internationalen Zahnärztekongress
2008 SPORTACULUM
2007 Münchner Wissenschaftstage im Rahmen der 850-Jahrfeier der Landeshauptstadt
2004 SPORTACULUM

Inszenierungen:
2012 Ein Stück Himmel unterTage. Eine Hommage an Hoffnung und Glück
2006 Die Magie der Anziehung. Ein Leben für die Kunst und die Liebe
2004 Novecento. Die Legende vom Ozeanpianisten von Alessandro Baricco

Auszeichnung:
2006 Das Kultusministerium zeichnet das Gymnasium Max-Josef-Stift als Stützpunktschule für Bewegungskünste aus.
2007 Adams erhält den Sonderpreis des Zukunftspreises Jugendkultur der PwC-Stiftung Frankfurt a.M. für das letzte große Projekt „Die Magie der Anziehung“ sowie für 10 Jahre Majostics.

Zur Person Suzann Adams
Suzann Adams ist verheiratet, hat vier Kinder im Alter zwischen 18 und 30 Jahren und arbeitet als Lehrerin für Deutsch, Sport und Bewegungskünste am staatlichen MädcO=0hengymnasium Max-Josef-Stift Bogenhausen. Adams leitet darüber hinaus den Asamesischen Zirkus am Münchner Asam-Gymnasium Giesing. Adams hat die Inszenierung Ein Stück Himmel unterTage weitgehend selbst geschrieben.


„Seit Jahren sind die Literatur und die Musik sowie das Schreiben wichtige Inhalte meines Lebens. Diese Art unserer Aufführungen, Theater, Musik und Bewegungskünste als Ausdruck literarischer Bilder ist mein persönliches Anliegen. Schon lange suche ich die kreativen Möglichkeiten, deren immer wieder neu erlebte Perspektiven mich bereichern.“


„Die ästhetische Erziehung und Bildung der Kinder und Jugendlichen in Verbindung mit einer Pädagogik, die den Kindern Flügel verleiht, ist meine persönliche berufliche und menschliche Überzeugung als Lehrerin.“
mit Anna Mieszkowska über Irena Sendler im polnischen Kulturzentrum München. Das würde ich weglassen ...

Die Website http://www.majostics.de