Das PODIUM, die Diskussionsreihe der Kurzfilmtage, erörtert in diesem Jahr in fünf zusammenhängenden Veranstaltungen ein Thema: vergangene und gegenwärtige Ausprägungen des "Ich" in den darstellenden Künsten und vor allem im Künstlerfilm und -video, von frühen Definitionen des Genres als "personal film" über die Beziehung zwischen dem Privaten und dem Politischen in den späten 1960er und 1970er Jahren bis hin zu Video- und Identitätsstrategien der 1980er und dem neu erwachten Interesse der zeitgenössischen Kunst und kritischen Theorie am Affekt.
Kuratiert von dem Londoner Künstler, Autor und Kurator Ian White, startet die PODIUM-Reihe am 30. April mit der These "Es gibt kein Ich", aus verschiedenen Blickwinkeln untersucht von Adam Curtis ("The Century of the Self", BBC) und der Pariser Kunstkritikerin Elisabeth Lebovici.
Um "Kinematographien des Ich?" geht es am 1. Mai. Mariann Lewinsky, Kuratorin des Progamms "Vom Meeresgrund", erzählt vom frühen Kino, James Nares, in New York lebender britischer Künstler, und die unabhängige Filmemacherin Beth B von den 1970er und 80er Jahren in New York.
Am 2. Mai präsentieren Heinz Emigholz und Grace Schwindt in einer Sonderveranstaltung unter dem Titel "Von Counterpoint zu Die Basis des Make-Up" in Live-Events ihre eigene künstlerische Praxis. Am 3. Mai spricht Stephen Geene, Co-Autor von "Film, Avantgarde, Biopolitik", über "Selbst Film:
Die Politisierung von Leben als Film". Den Abschluss bildet ein runder Tisch des LUX Associate Artists Programme am 4. Mai, "Circling a Square", in dem die britischen Künstler Gail Pickering und Duncan Campbell die vorhergehenden Diskussionen zusammenfassen, hinterfragen und in einen neuen Zusammenhang stellen.
Um das Thema Filmbildung geht es in einer weiteren Diskussion am 2. Mai. Unter dem Titel "Kinder und bewegte Bilder" stellt die Filmvermittlerin Stefanie Schlüter eine Studie vor, die sie im Auftrag der Kurzfilmtage durchgeführt hat und die untersucht, wie Künstlerfilme speziell für Kinder verliehen und präsentiert werden könnten. Die Moderation übernimmt Mike Sperlinger, LUX, London.
30. April - 4. Mai, jeweils 10 - 12 Uhr, Elsässer Str. 17, Oberhausen
Sonderveranstaltung "Von Counterpoint zu Die Basis des Make-Up" am 2. Mai, 22 Uhr, Fabrik K14, Lothringer Str. 64, Oberhausen
Oberhausen, 15. April 2010
Sabine Niewalda
Pressebüro
Internationale Kurzfilmtage Oberhausen gGmbH
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56. Internationale Kurzfilmtage Oberhausen: 29. April - 4. Mai 2010

