Am Sonntagabend (17. April) ist das 23. Filmfest Dresden erfolgreich zu Ende gegangen. Nachdem am Samstag (16. April) die Festivalpreise vergeben worden waren, sorgten am Sonntag vor allem die Preisträgerprogramme noch einmal für einen Besucheransturm.
In diesem Jahr kamen insgesamt 16.500 Zuschauer zum Filmfest Dresden. Sie erlebten sechs Tage und fünf Nächte lang über 300 kurze Animations- und Spielfilme aus 37 Ländern. Das 24. Filmfest Dresden findet vom 17. bis 22. April 2012 statt.
Zu den diesjährigen Festival-Höhepunkten gehörten neben den sechs Internationalen und vier Nationalen Wettbewerben mit insgesamt 76 Filmen auch viele der Sonderprogramme, etwa „One Shot“ mit filmischen Werken, die komplett ohne Schnitt auskommen, oder das französische Programm „Incidents érotiques“ mit kurzen Streifen über die Höhen und Tiefen des Sexuallebens.
Der filmische Stadtspaziergang „A Wall is a Screen“ und der traditionelle Publikumsliebling „British Focus“ zeigten geradezu magnetische Wirkung auf
das Publikum.
Zur langen Nacht des Animationsfilms, dem Best-Of-Programm aus zehn Jahren Austauschforum, wurde es im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden richtig eng.
„Viele ehemalige Teilnehmer des Austauschforums waren in diesem Jahr nach Dresden gekommen. Die Stimmung war wie auf einemKlassentreffen“, so Alexandra Schmidt von der Festivalleitung.
Insgesamt 16.500 Besucher zog es zum 23. Filmfest Dresden. „Wir sind überwältigt. Mit einer derart positiven Zuschauerresonanz haben wir nicht gerechnet. Bereits an den ersten Festivalabenden waren viele Wettbewerbe ausverkauft“, so Katrin Küchler von der Festivalleitung.
„Wir sind mit den Besucherzahlen sehr zufrieden – insbesondere vor dem
Hintergrund, dass es in diesem Jahr keine Großveranstaltungen wie Konzerte und Filmball gab.“
Ein Höhepunkt des internationalen Kurzfilmfestivals war auch in diesem Jahr die
Verleihung der neun Goldenen Reiter und weiterer Festivalpreise am Samstagabend. Diese Filme dürfen sich über Auszeichnungen freuen:
Internationaler Wettbewerb
Goldener Reiter Animationsfilm (7.500 Euro)
„La formation des nuages“ (Kanada, Regie: Marie-Hélène Turcotte )
Lobende Erwähnung
„Log Jam“ (Ungarn, Regie: Alexei Alexeev)
Goldener Reiter Kurzspielfilm (7.500 Euro / Preisstifter: Sächsische Landesanstalt für
privaten Rundfunk und neue Medien) „L‘Accordeur“ (Frankreich, Regie: Olivier Treiner)
Lobende Erwähnungen
„Rita” (Italien, Regie: Antonio Piazza, Fabio Grassadonia)
„Love At First Sight“ (Großbritannien, Regie: Michael Davies)
Goldener Reiter des Publikums (3.000 Euro / Preisstifter: Sächsische Zeitung)
„L‘Accordeur“ (Frankreich, Regie: Olivier Treiner)
Goldener Reiter der Jugendjury (2.000 Euro Preisstifter: Thalia. Cinema. Coffee and
Cigarettes und ultimaratiofilm - media & film productions) „Rita” (Italien, Regie: Antonio Piazza, Fabio Grassadonia)
Lobende Erwähnung Jugendjury
„Les Journaux de Lipsett“ (Kanada, Regie: Théodore Ushev )
Nationaler Wettbewerb
Goldener Reiter Animationsfilm (3.000 Euro / Preisstifter: Kulturstiftung Dresden der
Dresdner Bank) „A Lost and Found Box of Human Sensation” (Regie: Martin Wallner, Stefan Leuchtenberg)
Goldener Reiter Kurzspielfilm (3.000 Euro)
„Viki Ficki“ (Regie: Natalie Spinell)
Lobende Erwähnungen
„Imagefilm“ (Regie: Konrad Bohley)
„Betten-Seifert ist tot“ (für Schauspieler Klaus Manchen / Regie: Thomas Krauslach)
Goldener Reiter des Publikums (2.000 Euro / Preisstifter: Mitteldeutscher Rundfunk)
„Viki Ficki“ (Regie: Natalie Spinell )
Goldener Reiter der Jugendjury (2.000 Euro / Preisstifter: Drewag - Stadtwerke
Dresden GmbH) „Yuri Lennon's Landing on Alpha 46“ (Deutschland/Schweiz, Regie: Anthony Vouardoux)
Filmförderpreis der Kunstministerin (20.000 Euro / Preisstifter: Sächsisches
Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst) „Radiostar“ (Regie: Youdid Kahveci)
Internationaler und Nationaler Wettbewerb
Goldener Reiter KlangMusikPreis (3.000 Euro / Preisstifter: Europäisches Zentrum der
Künste Hellerau) „Big Bang Big Boom“ (Italien, Regie: Blu)
ARTE Kurzfilmpreis (6.000 Euro / zum Ankauf eines Films / Preisstifter: ARTE)
„Zwischen Himmel und Erde“ (Deutschland, Regie: York-Fabian Raabe)
Kurzfilmpreis der deutschen Filmkritik 2010 (undotiert)
„Go Bash!“ (Deutschland, Regie: Stefan Eckel, Stefan Prehn)
DEFA-Förderpreis (4.000 Euro / Preisstifter: DEFA-Stiftung)
Der Förderpreis wird erst im Sommer vergeben.
Über das Filmfest Dresden Das Filmfest Dresden wurde im Frühjahr 1989 gegründet und hat sich seitdem von einem Forum verbotener bzw. selten gezeigter Spielfilme zu einem international fest positionierten Festival für Kurzfilme entwickelt.
Vor allem die lange Tradition der Animation in Dresden durch das ehemalige Trickfilmstudio der DEFA war ausschlaggebend für die Einführung von Wettbewerben für fiktionale- und vor allem für Animationsfilme. Seit
1992 existiert der Internationale Wettbewerb des Festivals.
1998 folgte die Etablierung eines eigenen Nationalen Wettbewerbs, in dem seit 2004 der mit 20.000 Euro dotierte Förderpreis der sächsischen Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst vergeben wird.
www.filmfest-dresden.de
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