Rolf Schröter, Mitglied der Chefredaktion bei W&V,
Lieber Herr Böhmer,
160 Millionen Dollar
Ein Sack mit so vielen Ein-Dollar-Noten wäre 160 Tonnen schwer. Übereinander gestapelt wären die Scheinchen 16 Kilometer hoch. Zum Glück muss Netflix die Kohle nicht in bar rüberschieben. So viel Geld investiert der Streamingdienst in das neue Martin-Scorsese-Werk namens „The Irishman“.
Das Hollywood-Studio Paramount Pictures konnte diese Summe nicht stemmen. Netflix schon. Die Drehkosten sind deshalb so üppig, weil die Stars Robert De Niro, Al Pacino und Joe Pesci über einen dargestellten Zeitraum von 40 Jahren hinweg digital verjüngt und gealtert werden.
Warum erzähle ich das? Einfach nur, um zu zeigen, dass Qualität Geld kostet. Und dass Investitionen zwar Kosten sind. Aber „gute“ Kosten. In Inhalte zu investieren zahlt sich aus.
A propos: Schon das Gespräch zwischen Oliver Voss und Michael Reissinger, dem Mitinhaber von DELI gesehen? Würde ich mal machen…
Schönen Abend noch wünscht
Rolf Schröter


Robert de Niro spielt eine der Hauptrollen in "The Irishman". Foto: Netflix




