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Vier Saxophone erzählen ein Märchen

16. MARTINU FESTTAGE Basel 2010 - Martinu als Quelle der Inspiration

Mit speziellen Feierlichkeiten und grosser Resonanz gedachtendie MARTINŮ FESTTAGE im letzten Jahr des 50. Todesjahres B.Martinůs. Im Zentrum der diesjährigen MARTINŮ FESTTAGE steht wieder ganz die Musik; wie immer mit einem künstlerisch hochangesetzten Programm, international bekannten Solisten und mehreren spannenden Überraschungen.

Eröffnet werden die diesjährigen MARTINŮ FESTTAGE am 17.November mit einem Konzert der Camerata Bern unter der LeitungKolja Blachers. Der Abend im Hans Huber-Saal des StadtcasinosBasel ist ganz dem Concerto grosso gewidmet, eine mmusikalischen Genre, das die verschiedenen Instrumente in unterschiedlichen Formationen miteinander kommunizieren lässt.

Zur Aufführung gelangen Werke von Gideon Klein, ArcangeloCorelli, Händel und Martinů. Höhepunkt des Abends ist zweifellos Martinůs Concerto da Camera für Violine, Streicher,Klavier und Pauke, welches das aus dem Barock stammende Genre Concerto grosso im neoklassizistischen Stil wieder aufleben lässt.

Kolja Blacher tritt hier auch als Solist auf, am Klavier zu hören ist Robert Kolinsky, Pianist und künstlerischer Leiter der MARTINŮ FESTTAGE.„Toccata“: Der Titel ist Programm Wie schon im Eröffnungskonzert ist der Titel des Klavierrezitals vom 21. November gleichzeitig Programm.

Ebenfalls im Hans Huber-Saal des Stadtcasinos spielt der deutsche Pianist Martin Stadtfeld Toccaten von Bach, Schumann,Prokofiev und Martinů. Martinů hat zwei grosse Klavierwerke geschrieben, eines davon ist die Fantaisie et Toccata, die an diesem Abend zur Aufführung gelangt.

Das Stück ist sehr schwer zu spielen, weshalb es nicht viele Pianisten in ihr Repertoire aufnehmen. Martin Stadtfeld gehört zu den bekannten Musikern der jüngeren Generation, die sich zunehmend für Martinů interessieren und diesen vielseitigen Komponisten für sich entdecken.

Vier Saxophone erzählen ein Märchen

Für die wohl grösste Überraschung wird das traditionelle Familienkonzert am 1. Dezember im Museum Tinguely sorgen, das gleichzeitig den Abschluss des diesjährigen Festivals bildet.

Das in seiner Art einzigartige Berliner Saxophon-Quartett„clair-obscur“ hat Martinůs ursprünglich für ein grosses Orchester geschriebenes Ballett „Wer ist der Mächtigste aufder Welt?“ für sich entdeckt und im Auftrag der Festivalleitung in eine höchst spannende und unterhaltsame Fassung für vier Saxophone umgearbeitet.

Wolfram Berger führt durch die Geschichte vom kleinen Mäusemädchen, dessen Eltern ihr Töchterlein mit dem mächtigsten Mäuserich im Land verheiraten wollen.

Der kleine Mäuseprinz, der um das Mädchen wirbt, muss dafür manche Prüfung überstehen und Wind und Wetter überwinden, musikalisch geschildert in eindrücklichen Naturbildern, die nicht zufällig an Richard Strauss erinnern,den Martinů in jungen Jahren sehr bewundert hat.

Martinů Die verschiedenen Kunstsparten, die aufgrund neuer technischer Möglichkeiten entstanden, haben Martinů stets interessiert und dienten ihm als Inspiration für sein umfassendes Werk, das umgekehrt wiederum für viele Künstler aus den unterschiedlichsten Sparten zur Quelle der Inspirationgeworden ist.

Ein solches Beispiel ist das Klavierkonzert „Incantation“, das am 20. November in der Kunsthalle Basel von der Tänzerin und Choreographin Elisa Barucchieri als zeitgenössische Tanzperformance interpretiert wird.

Martinůs Orchesterwerk „Les Fresques de Piero della Francesca“hat den Fernsehmann Arthur Spirk zu einer Video-Inszenierung inspiriert, die am 26. November im Unternehmen Mitte zu sehen und frei zugänglich ist.

Die Bildkompositionen dauern 20 Minuten und werden dreimal nacheinander gezeigt. Im Auftrag der Festivalleitung schliesslich entstand die Martinů Suite, in der sich der Jazzpianist Kenny Drew jr. und der Vibraphonist Thomas Dobler von Martinůs Musik inspirieren lassen.

Die beiden sind am 28. November im bird’s eye jazzclub zu hören.Aufbruch zu neuen Höhepunkten Das Programm und die Feierlichkeiten zum 50. Todesjahr wurden letztes Jahr in über 40 Länder ausgestrahlt und haben den MARTINŮ FESTTAGEN zu grosser internationaler Resonanz verholfen.

Nach dem überwältigenden Erfolg ist das diesjährige Programm etwas weniger aufwendig, gleichzeitig jedoch ein Aufbruch zu neuen Höhepunkten, die in den Feierlichkeiten zum 125. Geburtstag Martinůs im Jahr 2015 wiederum eine programmatische Spitze erreichen werden.

Weitere Informationen zum Programm unter www.martinu.chKastenMARTINŮ FESTTAGE Die MARTINŮ FESTTAGE würdigen das reichhaltige künstlerische Schaffen des tschechischen Komponisten Bohuslav Martinů und setzen es in Beziehung zu anderen wichtigen Werken der verschiedenen Musikepochen.

Neben klassischen Konzerten schaffen sie zudem kontrastreiche Querverbindungen zu anderen Kultursparten wie Film und Jazz. Die MARTINŮ FESTTAGE stehen unter dem Patronat des ehemaligen tschechischen Präsidenten Václav Havel, von Altbundesrat Moritz Leuenberger und des tschechischen Geigers Josef Suk.

Weitere Informationen unter www.martinu.ch

Delia Christ-Friesenhausen, Projektleitung

MARTINU FESTTAGE
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T +41 (0)43 558 20 43 - F +41 (0)44 860 30 00
M +41 (0)78 711 77 35
delia.friesenhausen@martinu.ch
www.martinu.ch

 

Bild  3®Ursula Sprecher/Camerata Bern

Bild  1®Priska Ketterer/Kolja Blacher

Bild  2®Adrian Schmidt/Martin Stadtfeld

Bild  6©Clair Obscur

Bild  4©Elisa Barucchieri

Bild  7©Kenny Drew

Bild  Thomas Dobler

Bild  Wolfram Berger