Zwei Performer, 65 Pappkartons und der Traum einer großen Nation. In Cupola Bobbers Auftragsarbeit für die 16. Internationalen Schillertage stolpern zwei Männer blind durch ein unüberschaubares Archiv von Erinnerungsstücken und historischen Dokumenten. Sie entpacken und erträumen Geschichte, werden zu Buffalo Bill, dem ersten Menschen auf dem Mond, treffen Malcolm X und schreiben die universale Enzyklopädie.
Das Theater von Cupola Bobber ist eine traurig-schöne Mischung aus absurder Komik, exzessiven Bewegungsabläufen und einer fantastischen Bilderwelt, die mit ganz einfachen Mitteln auf der Bühne entfaltet wird. Der Versuch, die Geschichte zu begreifen und zu ordnen wird in Bilder körperlicher Erschöpfung und Zerbrechlichkeit übersetzt. The Field, The Mantel ist Teil eines dreiteiligen Kunstprojekts zum Thema Archivierung und Vergänglichkeit, bestehend aus einer Inszenierung, einer Installation und einem 250 stündigen Video. Bei den 16. Internationalen Schillertagen werden Cupola Bobber neben ihrer Inszenierung auch Teile des bisher unabgeschlossenen Videoprojekts zeigen.
Cupola Bobber sind die beiden Performer und bildenden Künstler Tyler Myers und Stephen Fiehn. Ihr Werk umfasst Theaterarbeiten, Videos, Installationen, Zeichnungen und Texte und wurde bisher vor allem in den USA und in Großbritannien gezeigt. 2010 zeigten sie mit The Man Who Pictured Space From His Apartment zum ersten Mal eine Inszenierung in Deutschland und tourten anderthalb Monate durch Großbritannien. The Field, The Mantel ist ihre erste für ein europäisches Festival entwickelte Arbeit.
Kontakt
Sandra Strahonja
sandra.strahonja@mannheim.de

