WELT-Redakteurin Anna Schneider schrieb:
"Der Deutsche Journalisten-Verband erklärt schon einmal vorsorglich, wie die Medien mit der AfD umgehen sollen, wenn sie vom Verfassungsschutz als „gesichert rechtsextrem“ eingestuft werden sollte. Wer sich daran hält, sollte Erzieher werden, nicht Journalist.
Zuletzt kann man sich angesichts des Vorstoßes des Deutschen Journalisten-Verbandes durchaus fragen, wie sinnvoll es ist, derlei Forderungen hinauszuposaunen, bevor der Verfassungsschutz die AfD tatsächlich als „gesichert rechtsextrem“ eingestuft hat.
Da hat wohl das Herz das Hirn überholt
Und das wiederum gilt für die gesamte Debatte der vergangenen Wochen.
Spannend deswegen, weil im inzwischen eher unübersichtlichen Rechtsstreit zwischen der Rechercheplattform „Correctiv“ und Teilnehmern des sogenannten Geheimtreffens immer neue Fragen aufgeworfen werden, sodass nicht ganz klar erscheint, worauf man sich denn nun eigentlich bezieht, wenn man von „den Enthüllungen“ spricht."
„Correctiv“ hat inzwischen jedenfalls präzisieren müssen: Keine „Massendeportationen“ im Sinne einer zweiten Wannsee-Konferenz seien in Potsdam geplant worden, sondern hauptsächlich ein rassistisch motivierter Entzug der doppelten Staatsbürgerschaft.
Die surrealen Massendeportationspläne lösten also eine sehr reale Massenhysterie aus, womit wir beim Umgang mit Rechtsextremen im Allgemeinen und der AfD im Besonderen wären.
"Als vorauseilenden Gehorsam bezeichnet man in Soziologie und Sozialpsychologie die freiwillige Vorwegnahme vermuteten erwünschten Verhaltens. In Erwartung eines Befehls wird das Verhalten noch vor einer ausdrücklichen Aufforderung dazu selbständig wahrgenommen." Wikipedia
Hier zwei Kommentare dazu:
Alle Achtung Frau Schneider gut beschrieben.Sie gehören mitlerweile wohl zu den wenigen Journalisten die sich ihre Neutralität bezüglich unseres politischen geschehens bewahrt haben.Viele andere sollten sich tatsächlich fragen ob sie überhaupt noch in der Lage sind,vorurteilsfrei zu berichten
Die vierte Macht ist eingeschlafen, hat Merkels Über Griffigkeit verpennt und das die Wurzeln der Grünen auf dem Maoistischen aufgebaut sind, jetzt haben wir den Schlamassel, es geht zurück zur DDR.
Ich denke schon sehr lange das die Medien, weisungsgebunden arbeiten, denn sonst hätte sich doch vielleicht mal Jemand die Mühe gemacht und wenigstens in das Programm der AfD geschaut.
Alle Parteien haben doch Dinge im Plan die fragwürdig sind, die nicht funktionieren können, erleben wir ja grade live.
Über die AfD gibt es keine objektive Berichterstattung, nicht über die Partei, nicht über das Programm, nicht über die Politiker außer natürlich man hat was gefunden was gegen die Politiker spricht, ich erinnere an Chrupalla als er im Krankenhaus war.
Einen anderen Grund wie das sie von Politikern anderer Parteien beeinflusst werden oder weisungsgebunden arbeiten kann ich nicht erkennen.
Manche Ampel-Politiker streben wegen der AfD-Stärke kurzfristig eine Grundgesetzänderung an. Politikwissenschaftler Koß rät von Schnellschüssen und einem Parteiverbot ab.
Die Bremer Regierungskoalition aus Grünen, SPD und Linken will ein mögliches Verbotsverfahren gegen die AfD forcieren. Das teilten die Fraktionen in einer gemeinsamen Erklärung mit.


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