Gesellschaft Freunde der Künste
„Der rechte Clown“?

Jan Böhmermann denunziert den rechten Youtuber Clownswelt, aber der Schuß geht nach hinten los

Warum ist Jan Böhmermann immer noch auf Sendung? Das versteht wohl keiner mehr, außer seine Links-Grüne Fan-Blase.

Es ist ein Verdienst von Vorzeige-Linken beziehungsweise Linksradikalen wie Georg Restle und Jan Böhmermann, dass sie den ÖRR in seiner Reinform destillieren.

Böhmermann nutzt seine Sendung, um als eine Art Zuchtmeister und Einpeitscher der herrschenden Gesellschaft Andersdenkende und -meinende einzuschüchtern und zu denunzieren.

Er ist dabei bösartig, dünnhäutig und sadistisch. Auch am Freitag wieder, als er den eher rechten Youtuber Clownswelt öffentlich namentlich enttarnte – also „doxxte“ –, indem er dessen Identität und Wohnort bekannt gab schreibt Ulf Poschardt Herausgeber WELT, „Politico“, „Business Insider“

Was war passiert?

ZDF und „Zeit“ forschen zur Identität eines YouTubers, der in seinem Kanal „Clownswelt“ AfD-nahe Inhalte verbreitet. In den sozialen Netzwerken gibt es Kritik am Vorgehen der Redaktion.

Am Freitagabend war beim „ZDF Magazin Royale“ Investigativjournalismus angesagt – Moderator Jan Böhmermann und sein Team nahmen sich diesmal das sogenannte „Angerverse“ vor.

Mit dem Begriff des „Wutuniversums“ sind einschlägige Internet-Accounts auf Telegram, X, Twitch oder YouTube gemeint. die  mit der Alternative für Deutschland (AfD) sympathisiern.

Im Visier des ZDF-Teams und der Wochenzeitung waren Accounts wie „Aktien mit Kopf“, „Ketzer der Neuzeit“ und auch ein Mann, der sich selbst „Clownie“ nennt. Sein YouTube-Account „Clownswelt“ hatte vor Ausstrahlung des ZDF-Formats 227.000 Abonnenten.

Jan Böhmermann lüftete in der spätabendlichen Sendung dann – zumindest in Teilen – die Identität des Mannes, der im Internet bis dato anonym auftrat.

Fast zeitgleich zur Ausstrahlung der Sendung hatte auch die „Zeit“ am Freitag online eine Recherche zu dem Thema veröffentlicht, unter der Überschrift „Der rechte Clown“.

Der Account von Marc-Philipp L., wie ihn ‚Zeit‘ und ZDF wenig später benennen, besteht seit 2021. Die Initialzündung, so spekulieren die Reporter, soll für L. die Empörung über die Politik während der Corona-Pandemie gewesen sein.

Zitiert wird in dem Artikel auch eine Einschätzung des Verfassungsschutzes Niedersachsen, der „Zeit Online“ auf deren Anfrage hin mitteilt, „dass es sich bei ,Clownswelt‘ um eine ‚rechtspopulistische Plattform‘ mit ,Ansätzen neurechten Denkens‘“ handle.

Böhmermann selbst zeigt in seiner Sendung als Beleg für die vermeintlich rechtsradikale Gesinnung von „Clownswelt“ zunächst ein Internet-Posting des Thüringer AfD-Landeschefs Björn Höcke, in dem dieser einen Film von „Clownie“ als „schöne Richtigstellung“ und „Aufklärungsvideo“ bezeichnet. 

Und ja, wir haben uns den Kanal angeschaut. Wir sagen mal so: Alle Achtung

Viele User sind empört über das Vorgehen der ZDF-Redaktion. Von einer „Hetzjagd“ ist die Rede, auch vom „Doxxing“, also dem Veröffentlichen privater Daten im Internet, um jemandem zu schaden.

Die Debatte nimmt dann schnell fast hysterische Züge an: Besonders empörte User rufen dazu auf, nun auch Daten von Jan Böhmermann (etwa die Privatadresse, Namen von Familienmitgliedern) zu recherchieren und zu publizieren

Kontrovers diskutiert wird der Beitrag auch auf dem YouTube-Kanal von „ZDF Magazin Royale“. „Die Methoden erinnern mich stark an die Zeit vor 1989 in der DDR“, schreibt ein Nutzer. „Dann hoffe ich mal auf rechtliche Konsequenzen für Böhmermann und Co.“, äußert ein anderer.

Und ein weiterer Zuschauer merkt an: „Jemanden, der keine Straftat begangen hat, zu doxxen, weil einem dessen Meinung nicht gefällt, geht gar nicht.“

Dennoch oder gerade deshalb hat der Beitrag bei YouTube schon über 900.000 Aufrufe. 

Kritik kam auch von der AfD. In einem Statement auf X hieß es: „Die zerstörerische Art & Weise, mit der ÖRR-Medien gegen kritische Stimmen vorgehen, gleicht der in totalitären Systemen. Böhmermann belegt, warum alternative Medien wie die #Clownswelt unverzichtbar sind – und der ÖRR gründlich reformiert werden muss.“

Und der Mann, der von „Magazine Royal“ als Marc-Philipp L. benannt wird? Der weist die Kritik auf seinem YouTube-Kanal („Böhmermann hat mich gedoxxt“) zurück.

Die (ungewollte?) Pointe der Böhmermann-Kritik ist auch, dass „Clownie“ nun viel bekannter als zuvor ist. Viele User lobten den ZDF-Moderator sogar ironisch dafür, dass sie dank ihm einen „interessanten“ neuen Kanal entdeckt hätten.

Die Followerzahlen von „Clownswelt“ scheinen dies zu bezeugen: Mittlerweile steht der (in Teilen kostenpflichtige) Account bei 341.000 Abonnenten (Montagnachmittag) – also über 100.000 Nutzer mehr als noch vor der Böhmermann-Sendung.

Nach dem "Welt-Online-Bericht dürften das wohl 500.000 werden

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Jan Böhmermann "doxxt" YouTuber Clownswelt