Wenn wir Karlheinz Böhm gedenken, der gestern Abend nach langer schwerer Krankheit verstorben ist, dann wird es diesem grossartigen Menschen nicht gerecht, ihn auf seine Rolle des Kaiser Franz Josef an der Seite der legendären Romy Schneider in den Sisi - Filmen zu reduzieren.
Er hat sich schon bald danach von der Schauspielei verabschiedet und sah den Sinn seines Lebens in der Rolle des wahren Menschenfreundes. Karlheinz Böhm gründete eine Stiftung in Äthiopien und tat das, was die Blut - Despoten und die angeblich so menschenfreundlichen Demokraten des Westens schon längst hätten tun müssen:
"Menschen für Menschen"
Er warf nicht sinnlos Lebensmittel aus Hubschraubern in die Weiten eines verhungernden Landes, sondern er zeigte den Menschen vor Ort, wie man sich mit einfachen Hilfsmitteln in ihrer Heimat selbst ernähren kann. Er bohrte Brunnen, lieferte Saatgut und organisierte medizinische Hilfe, wo er nur konnte. Und was tun wir? Wir liefern Waffen und überschüssige Lebensmittel aus unserer hochsubventionierten Überschussproduktion.
Hilfe zur Selbstentwicklung
Damit ist den Menschen in Afrika nicht geholfen. Sie können gegen unsere Lebensmittel nicht konkurrieren, lassen ihr Land veröden und ziehen in die Slums der Städte. Wenn sie es dort nicht mehr aushalten, fliehen sie zu uns und werden von der europäischen FRONTEX ins Meer gejagt. Das ist die Schande des westlichen Imperiums. Wir gedenken diesem grossartigen Menschen Karlheinz Böhm, der diesem Wahnsinn entgegen trat.
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Der Gründer der Hilfsorganisation "Menschen für Menschen", Karlheinz Böhm, ist tot. Foto. Michael Strasburger