Dass auch die Welt der Kunst meist von Männern bestimmt wird, ist leider wahr. Und dass „ihre“ Geschichte nicht immer die Beachtung findet, die „sie“ verdient, ist auch ein Fakt. Umso mehr hat es mich überrascht, als ich vor wenigen Tagen das Buch „Great Women Artists“ entdeckt habe.
„GWA“ ist im Phaidon-Verlag erschienen, kostet 49,90 Euro und ist mit seinen 464 Seiten die vermutlich umfangreichste Illustration von Künstlerinnen, die jemals veröffentlicht worden ist.
Sie erzählt die Geschichten von über 400 Frauen aus 500 Jahren. Die älteste, Properzia de‘ Rossi, wurde 1490 in Bologna geboren; während die jüngste, die New Yorkerin Tschabalala Self, noch in ihren Zwanzigern ist. Darüber hinaus ist „GWA“ von A bis Z wohl geordnet, von Marina Abramovíć bis Andrea Zittel, so dass man sich leicht und schnell zurechtfindet.
Neben der brillanten Bildsprache steckt das Buch voller faszinierender Fakten und Einsichten. Herausgeberin Rebecca Morrill: „Die Kunstgeschichte wird nicht länger als eine einzige Erzählung wahrgenommen, die nur einen Teil der Gesellschaft repräsentiert und dient, sondern als ein Gewirr von miteinander verwobenen Geschichten, die koexistieren und nicht um eine Vorherrschaft konkurrieren.
“ Bleibt festzuhalten: „GWA“ wird sicher stolze Feministinnen erfreuen, aber auch solche Damen und Herren entzücken, die tolle Malerei, Fotografie, Bildhauerei und Performance-Kunst einfach nur genießen mögen. Kleine Randnotiz: Das Buch ist in englischer Sprache verfasst.
Sönke C. Weiss
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Die Künstlerin Dorothea Schüle wurde leider nicht erwähnt. Alle Bilder: GFDK
Johanna Rezepka Wiens auch nicht.
Auch Anna Vilents kommt nicht vor.
Und auch nicht Kristin Dembny




