Rolf Schröter, Chefredakteur bei W&V, greift noch einmal die Aufregung um den Hashtag #GrünerMist auf.
Lieber Herr Böhmer,
Ströer rechtfertigt sich. Es gab Vorwürfe, weil der Out-of-home-Spezialist Plakate geklebt hatte, auf denen eine mutmaßlich rechte Gruppierung gegen die Grünen hetzt.
Unter dem Hashtag #GrünerMist sind Begriffe wie „Wohlstandsvernichtung“, „Klimasozialismus“ und „Ökoterror“ zu lesen. Absender ist eine Hamburger Firma namens Conservare Communication.
Gestern kündigte daraufhin das“Antifaschistische Aktionsbündnis Köln gegen Rechts” auf seiner Website eine Protestkundgebung am Sitz des Außenwerbers Ströer an.
Auch die Kölner Verkehrs-Betriebe, an deren Haltestellen Ströer-Plakate hängen, geraten auf Twitter in die Kritik.
Nun meldet sich Ströer zu Wort . Das Unternehmen sei als Vermarkter der Plakatflächen nicht für die Inhalte und Gestaltung der Werbung verantwortlich.
Das Ströer-Zitat klingt kompliziert, ist aber eigentlich sehr klar: “Ströer führt Aufträge aus, sofern dies für uns aus rechtlichen Gründen geboten ist und diese im Einklang mit den geltenden gesetzlichen Bestimmungen stehen – auch wenn der Inhalt im Gegensatz zu unseren eigenen politischen Ansichten steht.”
Ich versuche das Ströer-Statement mal in einfache Sprache zu übersetzen: “Wenn es nicht illegal ist, müssen wir’s machen, auch wenn wir es Scheiße finden.” Das klingt doch vernünftig.
Uns allen noch ein unaufgeregtes Wochenende
Rolf Schröter
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Ströer-Zentrale in Köln: Ein Teil der Anti-Grünen-Plakate wurde auf Flächen des Außenwerbers geklebt. Foto: Ströer
Diese Plakate sind derzeit bundesweit zu sehen. Foto: #GrünerMist Screenshot



