Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V,
Lieber Herr Böhmer,
Adidas hat es schon mehrfach getan, mit BVG, Lufthansa oder der Telekom zum Beispiel. Auch andere Unternehmen wie BMW haben sich schon ihre eigene Sneaker-Kollektion basteln lassen.
Jetzt kommt die DHL mit einem Modell um die Ecke, das in Zusammenarbeit mit mybudapester.com entstanden und von Sneaker-Ikone Hikmet Sugoer entworfen ist.
Entsagen wir der Versuchung, einen der vielen sozusagen auf der Straße liegenden Gags mit Blick auf Geschwindigkeit der Zustellung, der Standfestigkeit der Boten usw. zu machen.
Interessant wird dennoch sein, wer künftig mit dem DHL-Schriftzug auf dem Schuh zu bewundern ist beziehungsweise wie die öffentliche Reaktion auf die Idee ausfallen wird.
Vielleicht ist das Schuhwerk aber ja wenigstens geeignet, um die freie Natur zu erobern. Das wiederum würde die Outdoor-Branche freuen, die mit ein wenig Sorge darauf blickt, dass gerade jüngere Menschen sich aktuell weniger für das Abenteuer Outdoor begeistern lassen.
Aber: Bewegungen wie Fridays for Future könnten wieder für mehr Nähe zwischen Mensch und Natur sorgen, glaubt man zumindest in der Branche. Ob es sich dabei um mehr als das berühmte Pfeifen im Wald handeln, werden wir sehen.
Vielleicht helfen ja auch kreative Werbefilme bei der Positionierung. Wie so etwas aussehen kann, zeigt das Kreativranking der Filmproduktionen - die diesjährigen Ergebnisse liegen jetzt vor.
Viele Grüße
Holger Schellkopf


DHL-Branding: Die rot-gelben Sneaker von der Sneaker-Ikone Hikmet Sugoer kosten 300 Euro. Foto: Mybudapester.com/DHL


