Jochen Kalka, Chefredakteur bei W&V, schreibt mir, dass dm jetzt auch für mich ein Angebot hat. Und damit ich mich bei dm so richtig wohlfühle bekomme ich meine eigenen Regale. Prima sage ich da mal, und schaue mir das am Wochenende an. Ich feue mich schon auf das Männerangebot für Pfllege, Rasur und Styling, nur für Männer.
Lieber Herr Böhmer,
als leidenschaftlicher Philologe muss ich leider bekennen, dass es ausnahmsweise die Männer sind, die – rein sprachlich – benachteiligt werden. Oh, die armen Männer wieder! Denn für Frauen gibt es in der Regel eigene Formen: Kolleginnen etwa können nur weiblich sein. Kollegen dagegen können männlich und weiblich sein.
Einkaufserlebnis für den Mann
Nein, dieser Freitagsgedanke ist natürlich unsinnig, ein Spaß, der möglicherweise hie und da ernst genommen wird, zumal es definitiv die Ausnahme ist, wenn man „Benachteiligung“ in den Kontext von Männern bringt.
Ein Defizit unter Jungs allerdings glaubt die Drogeriemarke dm jetzt ausgleichen zu wollen und hat „bewusst anders“ gestaltete Regale für ein männliches Einkaufserlebnis und die neue Männerpflegedichendlichmarke Seinz geschaffen.
Sollte die Marke erfolgreich ankommen, ließe sich Seinz auch für weibliche Zielgruppen dehnen, unter dem Namen Seinzin. Darin steckt – rein philounlogisch – fast schon das Sein und der Sinn. Passt irgendwie zur Frau.
Ein schönes Wochenende wünscht Ihr
Jochen Kalka


Maskuline Insel inmitten des Frauen-Paradieses dm: So wird es im Seinz-Bereich ab 9. März aussehen. Foto: dm



