Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, berichtet das der ehemalige Bürgermeister von New York Michael Bloomberg bereits 275 Millionen Dollar in seinen Wahlkampf investiert hat und insgesamt bis zu zwei Milliarden Dollar ausgeben will, um Donald Trump an der Spitze der USA abzulösen. Also nach dem Motto, wer die meiste Kohle hat wird Präsident?
EinMedien-Milliardär mit mehr als 50 Milliarden Dollar Privatvermögenversucht, sich mit Kommunikationsmacht und einem gigantischen Geldsack ins Weiße Haus zu kaufen.
Gabor Steingart fasste es so zusammen: Politisch traten die Werbespots der Milliardäre Donald Trump, Republikaner, und Michael Bloomberg, Demokrat, gegeneinander an. Kostenpunkt: jeweils zehn Millionen US-Dollar. Trump stellte seine ökonomische Bilanz heraus. In dem TV-Spot heißt es:
Unter Präsident Trump ist Amerika stärker, sicherer und erfolgreicher als je zuvor.“
Selbstbewusst fügt er an:
Das Beste kommt erst noch.
Bloomberg setzt auf Negative Campaigning und ließ die hinterbliebene Mutter eines durch Waffengewalt umgekommenen 20-Jährigen zu Wort kommen . Die lobt den Demokraten Bloomberg als Kämpfer gegen die Waffenlobby.
Trumps Vorteil: Seine Wahlwerbung war an die Adresse aller Amerikaner gerichtet. Der Mann hat – mangels interner Herausforderer – seine Wiederwahl-Kampagne hiermit gestartet.
Lieber Herr Böhmer,
die Redewendung "Frechheit siegt" könnte für Donald Trump erfunden worden sein. Jüngster Beleg dafür ist sein Spot, der beim Super Bowl laufen wird.
"The best is yet to come" verspricht der aktuelle US-Präsident und kopiert damit ziemlich schamlos seinen Vorgänger Barack Obama, der dem ursprünglich aus einem Lied stammenden Spruch im Rahmen seiner Wiederwahl zu neuer Berühmtheit verholfen hat.
Ganz grundsätzlich ist das Hochamt des American Football aber auch diesmal eine Art Leistungsschau der Werbeindustrie.
Eine Leistungsschau der besonderen Art war irgendwie ja auch das jahrelange Brexit-Theater, das mit dem heutigen Tag zumindest mal den nächsten Akt eröffnet hat. Geräuschlos wird der EU-Abschied der Briten auch weiterhin nicht über die Bühne gehen.
Deshalb sollte man wissen, was die ganze Nummer zum Beispiel für Arbeitnehmer, den Schutz von Markenrechten und für den Datenschutz bedeutet. Man kann die Sache aber auch als Tragikkomödie betrachen, wie esJung von Matt in bewährter Manier für Sixt tut.
Zum Ende der Woche noch eine kleine Rechnung zum Nachdenken. Apple verzeichnet aktuell einen höheren Börsenwert als alle 30 deutschen DAX-Konzerne zusammengerechnet.
Jetzt können wir darüber sinnieren, ob dies der ungeheuren Kraft des US-Giganten oder doch eher einer gewissen Technologie-Delle hierzulande zuzuschreiben ist. Die Wahrheit liegt wohl wie so oft im Leben eher in der Mitte.
Schönes Super-Bowl-Wochenende wünscht
Holger Schellkopf


"Auch mal Lust, den Karren in den Dreck zu fahren?". Sixt macht sich über Boris Johnson lustig. Foto: Sixt



