Rolf Schröter, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, nimmt heute Russland, die USA und Sophia Thomalla aufs Korn.
Lieber Herr Böhmer,
in Moskau dürfen erstmals Frauen U-Bahn-Züge steuern. Auch Boote und große Lastwagen dürfen künftig von Frauen gelenkt werden. Dafür musste ein Gesetz aus der Sowjetzeit geändert werden. Dessen Ziel war es, Frauen von harter Arbeit zu verschonen, damit sie mehr Kinder bekommen können.
In Las Vegas will Atari im kommenden Jahr ein Hotel für Videospiel-Freaks eröffnen. Die rund 400 Zimmer sind ausgerüstet mit Konsolen und Spielsystemen, Breitbandinternet und riesigen Bildschirmen.
Dazwischen liegen Welten.
Wie eine Mischung aus Moskauer Chauvinismus und digitaler Las-Vegas-Welt wirkt nun ein Spot, in dem die Schauspielerin Sophia Thomalla für ein kryptisches Finanzprodukt wirbt. Der Film lief bereits am New Yorker Times Square und soll auch noch in Moskau gezeigt werden.
Sehen wir dieses seltsame Werk einfach als die Essenz einer Schnittmenge von unterschiedlichsten Kulturen wie denen Russlands und der USA.
Übrigens, von wegen Sophia Thomalla: Die war noch bis vor fünf Jahren mit Rammstein-Sänger Till Lindemann liiert. Das ist der, der sich gerade beim Essen eines fleischlosen Burgers hat filmen lassen.
Das Jahr beginnt vielversprechend.
Einen schönen Abend noch wünscht
Rolf Schröter
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Sophia Thomalla macht Werbung mit dem Goldhammer. Foto: GSB/Youtube



