Gesellschaft Freunde der Künste
mit einem einzigen Ticket

Der rückständige öffentliche Nahverkehr raubt uns die Nerven

Das wichtigste zu erst. DuMont bestätigt möglichen Verkauf von Regionalzeitungen, Volkswagen baut den Jetta vom VW-Modell zur eigenen Marke aus und die "New York Times" nutzt erstmals das Wort "Grünkohl".

Jochen Kalka, Chefredakteur bei W&V, ist sehr unglücklich mit der Situation im Nahverkerhr, am meisten tun ihm die Pendler Leid.

Lieber Herr Böhmer,

wenn das keine gute Nachricht für Außenwerber und die digitalen Signateure ist: Die Zeit des Pendelns hat sich für jeden Zweiten – weltweit – erhöht, mehr als ein Drittel der Bevölkerung erwartet, dass die Zeit zwischen Job & Home noch länger werden wird. Das besagt eine Studie, die Visa mit der Stanford University erhoben hat.

Was die Studie nicht sagt: Wie rückständig meist noch im öffentlichen Nahverkehr gedacht wird. Komplizierteste Automaten, komplizierteste Zonen, komplizierteste Tarife. Dazu kommt eine katastrophale Kommunikation. Für Mobilität müsste oft ein Grundstudium eingeführt werden.

Es ist und bleibt ein Rätsel, wieso Reisende, vor allem Pendler, oft nicht mit einem einzigen Ticket auskommen, mit dem sie ihren Weg bewältigen können.

Gerade feinstaubgeplagte Städte wie Stuttgart, München, Hamburg, Berlin oder Köln beweisen mit ihrer völlig veralteten Denke, wie sie – im wahrsten Sinne des Wortes – nichts bewegen.

Das grün regierte Stuttgart etwa hat seinen Feinstaubtarif wieder abgeschafft (50 Prozent Rabatt) und fordert jetzt einen der Höchstpreise Deutschlands für Bus und Bahn (bei Feinstäuble koscht die 3. Fahrt nix). Damit wir auch in Zukunft kraftvoll Feinstaub atmen können.

Na dann: Gute Nacht

Ihr Jochen Kalka

 


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