Mit dieser Installation begrüßt Zohar Fraiman die Gäste.
Das ist nicht nur filmreifes Augenfutter, sondern es gibt auch einen Selfie-Point, so dass sie den Ausflug ins Wunderland dokumentieren und Ihren Lieben senden können.
Wenn irgendwer dabei an Lewis Carroll und die Erlebnisse von Alice denken sollte, so ist das eine Spur, die vielleicht über das Jenaer „Paradies" zu neuen Erkenntnissen führt.
Bei Zohar Fraiman überlagern sich kunsthistorische Referenzen mit Darstellungen von Prominenten, Zeichentrickfiguren sowie Sequenzen aus bekannten Disney-Filmen.
Die Figuration ist weiblich bestimmt, darüber hinaus sind von Katzen bis zur Pizza allerlei Dinge zu sehen, die sich in verschachtelten Bildräumen konkreten Deutungen entziehen.
Hinter der kuschelbunten „instagrammability" sind die kreierten Identitäten jedoch keineswegs klar konturiert, sondern zerfließen in Zustandsbeschreibungen die immer neu justiert werden müssen.
Das Leben – so scheint es – ist ein Gesamtkunstwerk und muss in all seinen Facetten täglich angepasst, kuratiert und den neuesten „aesthetics" angeglichen werden.
Perfektion ist kein Spaß, sondern Pflicht, wenn man dabei sein will! Zohar Fraiman wurde 1987 in Jerusalem geboren und lebt und arbeitet seit 2009 in Berlin.


Zohar Fraiman: Players in Paradise, 2026. Foto: Kunstsammlung Jena



