Gesellschaft Freunde der Künste
begegnung mit talenten

Sommets Musicaux de Gstaad: Das Klavier im Rampenlicht

Die Sommets Musicaux de Gstaad geben das Programm ihrer sechzehnten Ausgabe bekannt. Vom 29. Januar bis 6. Februar kommen die Musikliebhaber in den Kirchen von Gstaad, Saanen und Rougemont zusammen.

Getreu dem Ziel, das die Veranstaltung seit ihrer Gründung im Jahr 2001 verfolgt, ermöglichen die Sommets Musicaux de Gstaad während 9 Tagen eine Begegnung des Publikums mit herausragenden jungen Talenten genauso wie mit bedeutenden Virtuosen von internationalem Rang.

Renaud Capuçon neuer künstlerischer Leiter

Ombretta Ravessoud, die Direktorin der Sommets Musicaux de Gstaad, ist besonders glücklich, Renaud Capuçon als neuen künstlerischen Leiter im treuen Festivalteam begrüssen zu dürfen.  Er ist der Nachfolger von Thierry Scherz, dem 2014 verstorbenen ehemaligen künstlerischen Leiter und Mitbegründer des Festivals.

 

Diese sechzehnte Festivalausgabe präsentiert das erste Programm von Renaud Capuçon. Er erklärt: »Es ist mir eine grosse Freude, im Team der Sommets Musicaux de Gstaad mitzuwirken! Ich möchte Thierry Scherz würdigen, dem ich mein erstes Konzert am Festival verdanke. Ich bin seinem Wunsch treu geblieben, jedes Jahr ein Instrument ins Rampenlicht zu stellen. 2016 wird es das Klavier sein.«

Martha Argerich und die Kremerata Baltica eröffnen das Festival

Die Kremerata Baltica und die legendäre Pianistin Martha Argerich werden das Festival am Freitag, 29. Januar in der Kirche Saanen eröffnen. Sie interpretieren das zweite Klavierkonzert von Beethoven.

 

Konzerte in der Kapelle Gstaad

Joseph Moog, Mentor der jungen Talente

Als Mentor tritt diesmal Joseph Moog auf, der das Festival gut kennt und 2006 selbst Preisträger der jungen Interpreten war. Mit den zahlreichen Auszeichnungen, die er im Laufe seiner Karriere erhielt, gehört er zu den bedeutenden Interpreten seiner Generation. Es wird ihm zweifellos gelingen, etwas von seiner Erfahrung, seiner Leidenschaft und seinem Talent an die jungen Musiker weiterzugeben. Am 1. Februar ist er in Rougemont in einem Recital zu hören.

 

Thierry Escaich, Composer in residence

Jeden Tag zwischen 16 bis 17 Uhr wird das Klavier in der Kapelle Gstaad im Rampenlicht stehen, mit Werken von Mozart, Ravel, Rachmaninov, Brahms, Chopin, Schubert, Jianzhong, Liszt, Scarlatti, Debussy, Scriabin, Balakirev, Beethoven, Bach, Tschaikowsky, Ligeti und Escaich. Die jungen Interpreten sind vertreten durch die Franzosen Guillaume Bellom, Rémi Geniet und Nathanaël Gouin, den Iren Kevin Jansson, die Russinnen Nathalia Milstein und Olga Kirpicheva, die Chinesin Shizhe Shen und den Japaner Ryutaro Suzuki.

 

Mit Thierry Escaich hat Renaud Capuçon einen aussergewöhnlichen zeitgenössischen Künstler verpflichtet.

 

Der Komponist, Organist und Improvisator Thierry Escaich beginnt sein Musikstudium am Konservatorium von Rosny-sous-bois. Nachdem er 1991 beim Internationalen Wettbewerb von Strassburg den grossen Preis für Interpretation erhalten hat, wird er 1996 zum Titularorganisten der grossen Orgel der Pfarrkirche Saint-Étienne-du-Mont in Paris ernannt. 2013 wird er in die Académie des Beaux-Arts am Institut de France gewählt. Seit 1992 unterrichtet er Fugenkomposition und Improvisation am Pariser Conservatoire national supérieur de musique. Thierry Escaich führt eine internationale Karriere als Komponist, Konzertorganist und Improvisator und spielt in den grossen Musikzentren der ganzen Welt. Er wurde bei den »Victoires de la musique classique« drei Mal zum »Komponisten des Jahres« ernannt. Die Werke von Thierry Escaich werden von den jungen Künstlern jeden Nachmittag in der Kapelle Gstaad interpretiert.

 

Zwei renommierte Preise: Prix Thierry Scherz und Prix André Hoffmann

Der Prix Thierry Scherz zeichnet einen jungen Virtuosen aus und bietet ihm die Chance, für das Label Claves Records SA seine erste CD mit Orchester aufzunehmen.

 

Die CD der Harfenistin Anaïs Gaudemard, Preisträgerin der Festivalausgabe 2015, mit dem Orchester der Oper von Rouen Haute Normandie unter der Leitung von Léo Hussain – mit Werken von Nikolaï von Wilm, Alberto Ginastera, Einojuhani Rautavaara – ist ab November 2015 erhältlich und wird beim Konzert vom 6. Februar vorrangig den Mitgliedern des Fördervereins »Les amis des Sommets Musicaux« überreicht.

 

Der mit 5'000 Fr. dotierte Prix André Hoffmann wird die beste Interpretation eines Stücks von Thierry Escaich belohnen. Dank der Unterstützung der Stiftung ist das Festival ausserdem in der Lage, während der ganzen Festivaldauer von der Anwesenheit des Composers in residence zu profitieren.

Konzerte in der Kirche Saanen

Die Stars des Festivals

In der Kirche Saanen werden Werke von Weinberg, Mendelssohn, Boccherini, Rodrigo, Rossini, Rimsky-Korsakov, Beethoven, Chopin und Bach erklingen.

 

Die Kremerata Baltica und die Pianistin Martha Argerich werden das Festival am Freitag, 29. Januar in der Kirche Saanen eröffnen. Die Woche verspricht einem treuen Publikum verschiedene aussergewöhnliche Momente mit namhaften Interpreten. Zu den Ensembles, die den Musikliebhabern zweifellos ein Erlebnis der besonderen Art bescheren werden, gehören die Camerata Bern mit dem montenegrinischen Gitarristen Miloš Karadaglić (30. Januar). Am 5. Februar lädt Renaud Capuçon den brillanten jungen Violinisten Daniel Lozakovitj ein, an seiner Seite zu spielen. Sie werden vom Lucerne Festival Strings begleitet und interpretieren das Doppelkonzert von Bach, eine Hommage an den grossen Geiger Yehudi Menuhin, dessen Geburtstag sich 2016 zum hundertsten Mal jährt. Dieser Abend steht im Zeichen des Austauschs und der Übermittlung, die Ranaud Capuçon besonders am Herzen liegen. Er erklärt: »Das Doppelkonzert ist ein wunderbares Werk, um einen jungen Künstler zu fördern.« Am Abschlusskonzert vom 6. Februar singt die begabte russische Sopranistin Olga Peretyatko, begleitet vom italienischen Pianisten Giulio Zappa.

 

Konzerte in der Kirche Rougemont

Die »Coups de cœur« des künstlerischen Leiters

In der romanischen Kirche von Rougemont werden die »Coups de cœur« des künstlerischen Leiters, Renaud Capuçon, zu hören sein: Der amerikanische Violinist Gil Shaham, interpretiert am Sonntag, 31. Februar in einem Recital Werke von Bach; der Pianist Joseph Moog wartet am 1. Februar mit Werken von Beethoven, Liszt, Debussy und Godowsky auf; am 2. Februar tritt der Cellist Mischa Maisky an der Seite seiner Tochter, der Pianistin Lily Maisky, auf; das Hagen Quartett spielt am 3. Februar Werke von Schubert und Schostakowitsch. Am 4. Februar schliesst das Trio mit dem Pianisten Michel Dalberto, der Violinistin Alexandra Conunova und dem Cellisten Kian Soltani die Reihe der Konzerte in Rougemont ab.

 

Ein echter winterlicher Treffunkt für Musikliebhaber

Insgesamt 17 hoch stehende Konzerte werden vom 29. Januar bis zum 6. Februar 2016 das Publikum begeistern. Die Sommets Musicaux de Gstaad sind übrigens eines der wenigen Festivals in der Schweiz, deren Konzerte ausschliesslich in Kirchen stattfinden – zur Freude der Musikfreunde, die den ganz eigenen Zauber und die intimistische Atmosphäre dieser Veranstaltung zu schätzen wissen.

 

Die Sommets Musicaux de Gstaad, ein echter winterlicher Treffpunkt der Region und das erste Musikfestival des Jahres, organisieren im Anschluss an mehrere Konzerte ein Abendessen und ermöglichen dadurch die einmalige Begegnung zwischen einem musikbegeisterten Publikum und den Künstlern. Die Initiative steht unter der Schirmherrschaft verschiedener engagierter Partner – Privatpersonen, Unternehmen oder Vereinigungen –, darunter Les Amis des Sommets Musicaux de Gstaad, Madame Vera Michalski-Hoffmann, Madame Aline Foriel-Destezet sowie Sotheby’s, um nur einige zu nennen.

 

Die Tickets sind ab dem 23. November 2015 erhältlich bei: