Gesellschaft Freunde der Künste
Januar beim RSB

Sechs Konzerte und eine moderierten Probe im Januar beim Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin

Zu sechs Konzerten und einer moderierten Probe lädt das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin im Januar, darunter das RSB-Debüt der Dirigentin Eva Ollikainen und das zweite Artist in Residence-Konzert mit Christian Tetzlaff und Chefdirigent Vladimir Jurowski. 
 
11. Januar - Eva Ollikainen & Anna Vinnitskaya 
Die finnische Dirigentin Eva Ollikainen, Chefdirigentin und künstlerische Leiterin des Iceland Symphony Orchestra, gibt ihr RSB-Debüt in der Philharmonie Berlin und stellt sich mit einem spätromantischen Programm vor:

Gemeinsam mit der Pianistin und ausgewiesenen Rachmaninow-Interpretin Anna Vinnitskaya, die regelmäßig beim RSB zu Gast ist, erklingen Sergei Rachmaninows Klavierkonzert Nr. 1 und Anton Bruckners Sinfonie Nr. 2. 
 
16. Januar - Ultraschall - Festival für neue Musik  
Im Radialsystem setzt das RSB beim Festival „Ultraschall Berlin" starke Akzente für die Gegenwartsmusik: Auf dem Programm stehen die Uraufführung von Petra Strahovniks „1945 –" in vollständiger Fassung sowie Werke von Hector Parra und Sara Glojnarić - eine Veranstaltung von Deutschlandfunk Kultur & rbbKultur. Das Konzert leitet Dirigent Brad Lubman.  
 
18. Januar - Mikrokonzert  
Das Bläserquintett QuintFunk des RSB präsentiert im Humboldt Forum Werke von Robert Schumann, Ilse Fromm-Michaels und Cécile Chaminade.  
 
18. Januar - SCHALLBRÜCKEN 
Im Zeiss-Großplanetarium sind Szymanowskis „Stabat mater" und Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 4 in einer Konzertaufnahme vom 14.11.2025 unter der Leitung von Edward Gardner zu erleben. 
 
24. Januar - Jazzik - „An American in Paris" 
Die fünfte Ausgabe der Jazzik-Reihe steht ganz im Zeichen des amerikanischen Komponisten George Gershwin.

Unter der Leitung von Elias Brown präsentiert das RSB Gershwins „An American in Paris", sowie Thomas Adès' „Powder Her Face" (Suite Nr. 1), Schostakowitschs Suite aus dem Ballett „Das goldene Zeitalter" und weitere Werke, mit Jocelyn B. Smith als Sängerin. 
 
28. Januar - Moderierte Probe mit Vladimir Jurowski 
Chefdirigent Vladimir Jurowski öffnet die Probenarbeit für das Publikum und gibt im Haus des Rundfunks gemeinsam mit dem RSB Einblicke in Sergei Prokofjews Sinfonie Nr. 6. 

29. Januar - Ergreifend statt unterhaltend

Die Sinfonie Nr. 6 von Sergei Prokofjew steht vergleichsweise selten auf klassischen Konzertprogrammen. Dabei ist sie ein einzigartiges Meisterwerk, vielleicht das subtilste, welches der weltberühmte Komponist von „Peter und der Wolf“ und der „Romeo und Julia“-Ballettmusik je hervorgebracht hat.

Ihre Tonart es-Moll gilt seit mehr als 200 Jahren als Synonym für Schwärze und Abseitigkeit, gar als „grässlich“, was auch damit zu tun hat, dass sie auf Streichinstrumenten wirklich grässlich auszuführen ist, verbieten ihre sechs Vorzeichen doch jegliche Verwendung der leeren Saiten.

Umso faszinierender ist es zu hören, wie Sergei Prokofjew daraus eine geheimnisvoll-tiefgründige, eine ebenso kraftvolle wie kostbare Sinfonie erstehen lässt.

1947 in einer Phase des Umbruchs komponiert, enthält sie vielsagende Anklänge an Ludwig van Beethoven und an Richard Wagner.

Lassen Sie sich anstecken von der Faszination dieser Sinfonie, die unter anderem John Williams oder James Horner zu Stilkopien und zu direkten Zitaten aus der Musik von Sergei Prokofjew verführt hat!

Christian Tetzlaff, Residenzkünstler des RSB in der laufenden Konzertsaison, stellt die so originelle wie eigenwillige Violinfantasie von Josef Suk vor.

Das Werk zwischen Dvořák und Martinů spricht eine sehr individuelle Sprache. Wie der Titel nahelegt, ist es frei strukturiert, buchstäblich voller Phantasie entsteht ein farbenreicher Dialog zwischen Soloinstrument und Orchester, gespeist aus einem einzigen, einprägsamen Thema.

Der in Deutschland lebende Komponist Eduard Resatsch, geboren 1972 in der Ukraine, hat mit „Premonition“ ein Werk vorgelegt, welches sich mit dem Schwebezustand „zwischen Traum und Wirklichkeit, zwischen Vorahnung und Gewissheit“ beschäftigt, bis „das Eruptive in die pulsierende Stille einbricht und die scheinbar gefrorene Zeit sprengt. …

Ein Schimmer der Zuversicht durchdringt das gesamte Werk ‚Premonition’…“ (Eduard Resatsch). Vladimir Jurowski wird die ihm gewidmete Komposition in diesem Konzert uraufführen.