Der Hamburger Musiker MICHY REINCKE veröffentlicht sein neues Album mit dem Titel "Hatte ich dich nicht gebeten im Auto zu warten" Ende Januar 2014. Natürlich könnte das auch die Frage eines Ehemanns in einem gezeichneten Witz sein, der gerade in flagranti mit seiner Geliebten im Hotelbett, von seiner in Hut und Mantel in der Tür stehenden Gattin, erwischt worden ist.
Aber Michy Reincke hat offensichtlich eine andere – eher gehalt-, aber nicht weniger humorvolle – Interpretation für die Wort- und Bildwelten seines Albums im Sinn. Das Foto auf dem Cover zeigt ihn Gitarre spielend auf einem Ufo sitzend, den Blick in die Weite einer Küstenlandschaft gerichtet.
Konzerte in Deutschland
Aus einigen seiner Songtexte („Gib alles oder vergiss es“, „Du hast deine Farben verloren“ oder auch „Steh auf & scheine!“ und in Teilen „Ich will die Sache nicht unnötig in die Länge ziehen“) erschließt sich, wie er die Sache im Großen und Ganzen sieht. In klarer, kluger und pointierter Sprache philosophiert Michy Reincke in den genannten Liedern über die allegorische Szenerie einer Kultur, die hinter dem Armaturenbrett eines Automaten festsitzt, den sie sich selbst gebastelt hat.
Er erinnert an den Umstand, dass Menschen - die zur vermeintlichen Lebenserleichterung und Unterhaltung Maschinen benutzen - in ihrem Fühlen und Denken selbst immer mehr zu Robotern werden. Dirigiert von den Prinzipien einer Marktforschungsgesellschaft, die sich von allem Lebendigen abschirmt und in einem Wald vor lauter Zahlen die Bäume nicht mehr sieht, getrieben von einer Sehnsucht nach Sicherheit, ohne Gespür für die Weisheit eines ungesicherten Lebens. Wer das Geheimnis seiner Existenz als harte Nuss empfindet, sollte nicht versuchen es zwischen zwei Kopfkissen zu knacken:
„Bist du jetzt hungrig genug um leben zu lernen oder lässt du das dein Telefon tun, geht´s voran oder wartest du auf die Applikation für Propeller an deinen Schuhen? ...Gib alles oder vergiss es, biete der Dummheit die Stirn, wir sind die Menschen & kommen die Maschinen verwirren. Zeig Seele & wer du bist. Dann machen wir die Welt mal richtig auf & sehen nach was wirklich drin ist...“
Dieser Verknüpfungspunkt zu Titel und Cover des neuen Albums ist aber nur ein Aspekt von vielen des neuen Werkes.
Wie bereits auf seinem hochgelobten Vorgängeralbum erklingen auch hier Retro-Pop-Elemente in vielfältigsten Facetten: T.Rex-Gitarren, Synthesizer-Soli, erdige Motown-Beats mit groovigen Tamburinen, Streicherlinien die mit Röhrenglocken akzentuiert sind, klassische Chorsätze und Bläser-Stöße (Die Boxhorns). Aber auch Verneigungen vor Musikern wie Jeff Lynne, Bob Dylan, David Bowie oder Nile Rodgers sind zu hören.
Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht
Michy Reincke beschert uns deutsche Popmusik, die es sonst nirgends gibt. Er macht Musik für Erwachsene und solche, die es werden wollen. Für Menschen, die gern zuhören und entdecken. Er verfasst Klänge und Texte mit einer Zündschnur. Gerade weil sein Sprach- und Formen-Repertoire ohne die gängigen Schubladen auskommt, zündet nicht alles sofort, fügt dem eigenen Spektrum aber bei jedem weiteren Hören neue Farben und Töne hinzu, geht tief und hinterlässt den Eindruck nachhaltiger Auseinandersetzung mit den Themen.
„Ich möchte Texte schreiben mit Worten wie Röntgenstrahlen, dass sie einen durchdringen wenn man sie liest oder hört. Vielleicht um sich so ein Bild von seiner Seele zu machen“.
Auffallend bei Michy ReinckesAlben ist die konstante Qualität mit der er das Gesamtwerk abliefert. Sie ist von einer intelligenten, lässigen Art. Seit seinem vorigen Werk findet man keinen Namen oder Titel auf der Front.
Songschreiber in der klassischen angloamerikanischen Tradition, als Pendants zu Bob Dylan, Tom Petty, Crowded House, Travis oder Blur z.B., hat es in unseren kulturellen Breiten noch nicht gegeben. Möglicherweise hat das auch mit einer formatierten Unterhaltungskultur zu tun. Wäre doch schön, wenn man zukünftig die formale und inhaltliche Tiefe und Qualität von Künstlern in der Popmusik wieder durch redaktionelle Fachkräfte erkennen und unterstützen würde und nicht die Marktforschung entscheiden lässt, was wir zu hören und zu sehen bekommen.
Michy Reincke ist es jedenfalls in vielerlei Hinsicht gelungen den Automaten zu verlassen.
"Hatte ich dich nicht gebeten im Auto zu warten" erscheint am 24.01.2014 bei Rintintin Musik/Vertrieb Indigo/ Believe Digital
„STEH AUF & SCHEINE!“ TOURNEE 2014
präsentiert von: Kulturnews, Musix, Akustik Gitarre, ADticket
17.12.2013 Hamburg, Schmidts Tivoli (Album-Präsentationskonzert) - ausverkauft!
22.12.2013 Hamburg, Schmidts Tivoli (Album-Präsentationskonzert) - ausverkauft!
23.12.2013 Hamburg, Schmidts Tivoli (Album-Präsentationskonzert) – ausverkauft!
01.02.2014 Celle, CD-Kaserne
07.02.2014 Syke, Konzertsaal
08.02.2014 Harburg, Rieckhof
14.02.2014 Lübeck, Kolosseum
21.02.2014 Magdeburg, Rockgala
28.02.2014 Eckernförde, Carls Showpalast
01.03.2014 Husum, TSBW
06.03.2014 Bremerhaven, TIF
07.03.2014 Wilhelmshaven, Pumpwerk
08.03.2014 Köln, Luxor
09.03.2014 Osnabrück, Rosenhof
14.03.2014 Rostock, Pumpe
15.03.2014 Schwerin, Speicher
20.03.2014 Uelzen, Jabelmannhalle
21.03.2014 Hannover, Pavillon tbc
22.03.2014 Elmshorn, Stadttheater
26.03.2014 Buchholz, Empore
27.03.2014 Leipzig, Werk 2
28.03.2014 Berlin, Kulturbrauerei Frannz Club
29.03.2014 Freyburg, Kellertheater
30.03.2014 Dresden, Staatsschauspiel
04.04.2014 Magdeburg, Feuerwache
19.-27.04.2014 VAE/ Dubai, Maskat, Bahrain, MS EUROPA 2
09.05.2014 Bad Segeberg, Kulturmühle
10.05.2014 Hamburg, Kampnagel
16.05.2014 Bremen, Sendesaal
17.05.2014 Stralsund, Kulturkirche St. Jakobi
28.06.2014 Weimar, Köstritzer Spiegelzelt
Peter Goebel
PR Beratung & Promotion
St. Georgs Kirchhof 23
20099 Hamburg
goebel@presse-peter.de
www.presse-peter.de


Michy Reincke beschert uns deutsche Popmusik die es sonst nirgends gibt. Er macht Musik für Erwachsene und solche, die es werden wollen. Bild 1-3: © Tristan Ladwein


Bild 4: Album "Hatte ich dich nicht gebeten im Auto zu warten" © Rintintin Musik/ Indigo/ Believe Digital