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Musik Klassik: Live-Mitschnitt von Sir Simon Rattles Triumph bei Rachmaninoffs Chor-Sinfonie "Die Glocken"

Sie sind Symbol für Geburt, Leben, und Tod: die Glocken, denen der russische Spätromantiker Sergej Rachmaninoff ein großes, klangmächtiges Chorwerk auf Gedichte von Edgar Allan Poe widmete.

Im Herbst 2012 feierte Simon Rattle am Pult der Berliner Philharmoniker mit Rachmaninoffs Glocken Triumphe – uraufgeführt vor 100 Jahren in St. Petersburg, zeitgleich mit Strawinskys Pariser Skan-dalwerk Le Sacre du printemps, das Rattle übrigens im selben Berliner Konzert dirigierte. Nach Rattles Sacre-Album erscheint nun der Live-Mitschnitt von Rachmaninoffs Glocken zusammen mit dessen späten Sinfonischen Tänzen.

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Das Schwelgerische in Rachmaninoffs Partituren sorgt immer wieder für Kontroversen. Rattle fand mit seinen Berlinern einen Weg, der die Glocken-Stationen von Geburt über Hochzeit bis Tod, von den Hochzeits- über die Kriegsglocken bis zu den düsteren Totenglocken plastisch erleben ließ und Publikum wie Kritik begeisterte: Die Presse pries vor allem Rattles Konzept, die verführerische Üppigkeit von Rachmaninoffs Partitur nicht „süffig“ darzustellen, sondern mit einer Fülle von Nebenstimmen bis ins Feinste auszudifferenzieren. Auch die Gesangssolisten Luba Orgonásova, Dmytro Popov und Mikhail Petrenko sowie der phänomenale Rundfunkchor Berlin ernteten Lorbeeren. „Besonders Orgonásová überzeugte in jenem goldenen Hochzeitssatz.

Schlafwandlerisch und ruhig, auch bei heftigem, dichten Vibrato, führte sie durch diesen Höhepunkt der schönen Lebenshälfte, in der dem Hochzeitspaar noch ein wenig Philosophie des Vormittags und Honig gegönnt wird“ (klassik.com).


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