Gesellschaft Freunde der Künste
exzellente Klangkultur

Musik: Die Bläsersonatinen von Richard Strauss ertönen im neuen musikalischen Gewand des Armonia Ensembles

2014 jährt sich der Geburtstag von Richard Strauss zum 150. Mal. Wunderkind, Komponist von über 200 Werken, Vollender der Spätromantik und darüber hinaus auch hervorragender Dirigent.

Zu den faszinierendsten Werken von Strauss gehören die eher selten zu hörenden Bläsersonatinen. Anlass genug für das armonia Ensemble, dessen Mitglieder führende Solobläser des berühmten Leipziger Gewandhausorchesters sind und die sich neben der täglichen Arbeit im Sinfonieorchester der großbesetzten Bläserkammermusik verschrieben haben, sich diesen späten Werken des Komponisten zu widmen.

Vielleicht waren es Kindheitserinnerungen, die Strauss fast 80-jährig zum Bläserensemble zurückkehren ließen. Sein Vater Franz war Hornist im Münchner Opernorchester, der warme Klang des Horns begleitete den Jungen seit seiner frühesten Kindheit. Bereits als Schüler lotete er mit der Serenade in Es-Dur (1881) und der Suite Nr. 4 in B-Dur (1884) subtile Schattierungen aus. Beide Werke schrieb er für ein 13-köpfiges Bläserensemble. Mehr als 60 Jahre später nimmt Strauss diesen Faden gleich doppelt wieder auf.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

1943 schreibt er die Sonatine Nr. 1 in F-Dur und nennt sie "Aus der Werkstatt eines Invaliden" - in Anspielung an eine glücklich überstandene Grippe. Hier erweitert er die Klarinettenbesetzung um Instrumente, deren Klangfarbenreichtum er 1900 bei einen Blasorchester entdeckt hatte. So weist die Sonatine die ganze harmonische Meisterschaft und das fein nuancierte Klangfarbenspiel des späten Strauss auf. Ein Jahr später schreibt Strauss die zweite Sonatine in Es Dur, die er mit „Fröhliche Werkstatt“ betitelt.  Es ist, obwohl unter den tragischen Umständen des Krieges entstanden, eine geradezu frappierend heitere Musik.

Wie kaum ein zweiter verstand es Richard Strauss, einen außergewöhnlichen geschmeidigen, dabei ausbalancierten und instrumentengerechten Bläsersatz zu schreiben. Und Bläser lieben die Sonatinen, weil Strauss in sinfonischer Fülle orchestriert, aber den Instrumenten Raum für solistischen Glanz lässt. Er schuf mit diesen Bläsersonatinen zwei Werke, die obgleich ihrer Beschränkung auf Blasinstrumente mit so großer Vielfalt und Vielfarbigkeit aufwarten, das der Zuhörer sich bereits nach wenigen Takten in einem Sinfoniekonzert wähnt. Zwei perfekte Werke also für das armonia Ensemble, um seinen hervorragenden Ruf für exzellente Klangkultur erneut unter Beweis zu stellen.

 

 

Edel:Kultur
Hasko Witte - Promotion
Neumühlen 17
22763 Hamburg
hasko.witte@edel.com