„Ich schrieb viereinhalb Jahre an diesem Roman. Tagsüber bin ich nur ganze fünfmal aus dem Haus gegangen. Viermal zum Zahnarzt und einmal zu einem Freund“, sagt der niederländische Autor Peter Buwalda. Sein Eremitendasein hat einen Roman hervorgebracht, der einen solchen Wumms hat, dass man nicht glauben kann, dass „Bonita Avenue“ (Rowohlt, Deutsch von Gregor Seferens) ein Debüt ist.
Hier fliegt einfach alles in die Luft: in Enschede eine Feuerwerksfabrik und gleichzeitig die Familie Sigerius in ihre Einzelteile. Tochter Joni entpuppt sich als Internetpornostar, ihr Vater Siem als ein Kunde, sein Sohn Wilbert als Mörder. In „Bonita Avenue“ herrscht Komplettzerstörung. Die Trümmer, die am Ende übrig bleiben, heißen Wahnsinn, Selbstmord, Psychiatrie. Man hat ihn mit dem Autor der „Korrekturen“ verglichen, aber man könnte Franzen auch an Buwalda messen.
Dienstag 4.6.2013, 19:30 Uhr Literaturhaus Frankfurt
Literaturhaus Frankfurt am Main e.V.
Schöne Aussicht 2
60311 Frankfurt am Main
Moderation: Laurette Artois (Goethe-Uni)
Lesung deutscher Text: Martin Butzke
Eintritt 7 / 4 Euro
Internet: www.literaturhaus-frankfurt.de


Sein Eremitendasein hat einen Roman hervorgebracht, der einen solchen Wumms hat, dass man nicht glauben kann, dass Bonita Avenue ein Erstlingswerk ist. (c) Rowohlt