Ein Künstler hat es oft nicht einfach, werden doch seine Werke in vielen Fällen erst verspätet bekannt und so ist es nicht verwunderlich, dass die Kunst oft weiterhin als wenig einträglich gesehen wird.
Wie viele großen Maler, Schriftsteller oder Musiker waren zu Lebzeiten finanziell am Limit und konnten sich keine Miete oder genug zu essen leisten.
Man denke an Mozart, dessen Familie ihn in einem unbekannten Armengrab beerdigen lassen musste, da kein Geld für eine anständige Bestattung vorhanden war.
Und heute ist er auch Menschen bekannt, die sonst nichts mit klassischer Musik am Hut haben. Doch ist es wirklich immer noch so, dass ein Künstler am Existenzminimum leben muss?
Bringt ein künstlerischer Beruf genug Geld ein, um davon zu leben?
Wer sich einem künstlerischen Beruf verschreibt, tut dies meist aus Passion und mit voller Leidenschaft. Es ist der Wunsch nach Ausdruck und ein Talent, welches durch harte Arbeit gefördert wird und dann auch in der Welt gezeigt werden möchte.
Und doch ist es in der Tat so, dass viele Menschen in künstlerischen Berufen ein deutlich geringeres Einkommen erwirtschaften, als Arbeitnehmer in anderen Branchen.
Denn wer nicht ganz oben mitspielt, oder das Glück hat, ein festes Engagement, regelmäßige Ausstellungen oder Lesungen zu haben, muss immer wieder aufs Neue schauen, wo das Geld für den nächsten Monat herkommt.
Dies hat unter anderem damit zu tun, dass Künstler keine festgesetzte Berufsbezeichnung darstellt und viele zudem freischaffend tätig sind. So kommt es, dass Menschen zwar gerne Kunst und künstlerische Darbietungen konsumieren, doch oft nicht bereit sind dafür entsprechend zu zahlen.
Welche Möglichkeiten gibt es zusätzlich Geld zu verdienen?
Auch die Aussage, dass Künstler gerne in den Tag hineinleben und wenig zu tun haben, stimmt absolut nicht. Denn auch sie haben in den meisten Fällen einen vollen Tag und müssen sich zudem mit alltäglichen Aufgaben herumschlagen.
Viele verdienen noch durch andere Nebenjobs etwas dazu, denn wenn das Geld aus der künstlerischen Tätigkeit nicht ausreicht, bleibt oft kein anderer Weg. Natürlich ist es auch möglich, sich etwas nebenher zu verdienen, indem das eigene Glück herausgefordert wird.
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Das Talent ist doch angeboren und sollte daher kostenfrei zur Verfügung gestellt werden
Tatsächlich ist dies ein Argument, mit dem sich viele Kunstschaffende auseinandersetzen müssen. Menschen möchten ihre Dienstleistung oder ihre Werke gerne in Anspruch nehmen und bewundern, doch Geld dafür zu zahlen fällt vielen schwer.
Doch einmal davon abgesehen, dass auch Künstler von etwas leben müssen, haben diese viel Zeit, Arbeit und auch Geld in ihre Weiterentwicklung gesteckt, denn ein Talent, so groß es sein mag, muss auch entwickelt und gefördert werden, um zur Meisterschaft zu erwachsen. Doch dies wird gerne übersehen.
Der Beruf als Künstler ist also nach wie vor nicht einfach, doch, wen er ruft, der muss ihm nachgeben.


Die Künstlerin Kristin Dembny hat schon gezeigt, das Kunst nicht brotlos sein muss. Foto: GFDK



