In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause hat der Bundesrat heute über eine Stellungnahme zur Tierschutznovelle abgestimmt. Dazu kommentiert die globale Tierschutzstiftung VIER PFOTEN:
„Die Empfehlungen der Ausschüsse an das Plenum des Bundesrates waren vielversprechend.
Wer aber heute vom Bundesrat eine starke Stellungnahme mit der Forderung nach weitreichenden Verbesserungen im Sinne der Tiere erwartet hatte, wurde jedoch enttäuscht:
Weder wurde dafür gestimmt, die Übergangsfrist beim Anbindeehaltungsverbot für Rinder auf fünf Jahre zu verkürzen, noch wurde eine Empfehlung für ein nationales Tiertransportverbot in Drittländer abgegeben.
Auch dass sich in der Länderkammer keine Mehrheit fand, in der kommenden Tierschutzgesetznovelle das Kupieren der Rute bei Jagdhunden zu verbieten, spricht eine deutliche Sprache.
Der Bundestag darf sich von dieser aus Tierschutzsicht enttäuschenden Empfehlung nicht leiten lassen, sondern muss es im weiteren Gesetzgebungsprozess wesentlich besser machen und im Sinne der Tiere entscheiden.
Wir brauchen endlich ein Tierschutzgesetz, welches Tiere wirklich schützt", so Rüdiger Jürgensen Director Policy and Advocacy VIER PFOTEN Deutschland.


© VIER PFOTEN | Paul Lovis Wagner: VIER PFOTEN demonstrierte heute vor dem Bundesrat zusammen mit Greenpeace und anderen Organisationen gegen die Andindehaltung.