Gesellschaft Freunde der Künste
München beeindruckt mit Graffiti Kunst

Graffiti in München hat eine lange Geschichte

Graffiti in München hat eine lange Tradition. In der Tat kann die bayerische Metropole mit Herz als Zentrum der deutschen Graffiti Szene betrachtet werden. Hier finde ich unter anderem das Museum für Urban und Contemporary Art und auch die Dachauer Straße ist für jeden Graffiti Fan ein absolutes Muss.

München beeindruckt mit einer Vielzahl an Orten, die sich der Graffiti Kunst verschrieben haben.

Als der Trend in den Achtziger Jahren von New York nach Deutschland überschwappte, war es München noch vor Leipzig oder Berlin, das in der Szene für Furore sorgte.

Die bedeutendsten Köpfe der Szene trafen sich in Bayern, um sich auf dem Flohmarktgelände an der bekannten Dachauer Straße auszutoben.

Konnte hier ganz legal gesprayt werden, entwickelte sich jedoch zeitgleich auch die typische Szene, die im Verbotenen ihrer Berufung nachging und sich an zahlreichen Orten und Stellen auslebte.

Urbane Kunst prägt heutzutage an vielen Orten das Gesicht der Stadt.

Sie gilt vielerorts als künstlerische Bereicherung und so finden sich Kunstwerke sämtlicher Größen der Szene wie beispielsweise ESCIF, Mark Jenkins und BLU.

Es sind wertvolle Kooperationen entstanden und so setzen sich zahlreiche Kunstvereine für die Vielfalt künstlerischer Tätigkeit im öffentlichen Raum ein.

Das MUCA in München ist weltweit zu einem Begriff geworden. Es gilt als erstes Museum für urbane Künstler, dass auch Newcomern der Szene eine Plattform bietet. Eine Reihe von Veranstaltungen regen zu intensivem Gespräch und Austausch ein.

Positive Propaganda ist ein renommierter Kunstverein, der als Schnittstelle zwischen gesellschaftskritischen Themen sowie zeitgenössischer und urbaner Kunst fungiert. Die bedeutendsten Aktivisten der Szenen unterstützen ihn und bringen sich ein.

An der Landshuter Allee 54 ist ein besonderes Kunstwerk zu bestaunen. Die US-amerikanische Größe Shepard Fairey thematisiert darin den Einfluss multinationaler Großkonzerne und deren zerstörerische Einfluss auf die Weltpolitik. Shelley setzt mit dem 15 x 13 Meter großen Wandbild einen ausdrücklichen Appell an die Mächtigen der Welt und ihre Verantwortung für Umwelt und Natur.

Graffiti in München ist überall dort zu finden, wo in der Szene viel und häufig gefeiert wird. Das traditionsreiche Clubgelände am Ostbahnhof diente über viele Jahrzehnte als perfekte Kulisse.

Urbane Künstler aus der ganzen Welt hinterließen hier ihre Spuren und lebten sich und ihr Können aus. Derzeit sind in diesem Areal zahlreiche Umbauarbeiten im Gange und so wird manche Graffiti Kunst wohl für immer verschwinden.

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