Melancholisches Resümee eines Daseins im Rampenlicht: Pamela Anderson meldet sich zurück – in der Rolle einer gealterten Show-Tänzerin.
Leider gleicht das Leben der Protagonistin dem Film von Regisseurin Gia Coppola: Beide erweisen sich als Sammelsurium falscher Entscheidungen.
Das Scheinwerferlicht fällt unbarmherzig grell auf das gequälte Gesicht von Showgirl Shelly Gardner (Pamela Anderson).
Sie spricht zum ersten Mal seit etlichen Jahren vor, und die Fragen ihres Gegenübers aus dem Dunkel des Raums sind schonungslos.
Daher findet sie nicht den richtigen Ton, plappert nervös vor sich hin und lügt, als sie ihr Alter nennen soll. Es ist eine Erniedrigung.
Seit 30 Jahren steht Shelly in der „Razzle Dazzle Show“ Abend für Abend auf der Bühne. Mit Haut und Haaren, nur mit Strass und Federn bekleidet, ist sie Tänzerin in Las Vegas.
Sie versteht sich als Showgirl alter Schule, als eine Botschafterin für Stil und Anmut. Die Wurzeln ihrer Kunst reichen in ihrer Vorstellung zurück bis ins Pariser Lido der 1940er Jahre.
Um ihren Showtanz-Traum zu leben, hat sie einst sogar ihre Tochter Hannah (Billie Lourd) der Obhut ihrer Schwester überlassen.
Ende der Show als Ende der Welt
Nun stellt sie fest, dass sich die Sitten um sie herum geändert haben. Von jüngeren Tänzerinnen erwartet man heutzutage Posen, die sie schlicht als pornografisch empfindet.
Doch das steigert für sie eher den Wert der eigenen Arbeit, als dass sie darin eine Bedrohung erkennt.
Als ihr Ex-Freund und Produzent Eddie (Dave Bautista) das Ende der Show verkündet, bricht für Shelly eine Welt zusammen.
Ihre Kunst+Film-Redaktion


Pamela Anderson spielt in „The Last Showgirl“ Foto: Constantin Film Verleih



