Gesellschaft Freunde der Künste
ein Kreuz mit dem Aussehen

Eine frühe Satire auf den Schönheitswahn - ICH WAR EIN HÄSSLICHES MÄDCHEN

Es ist doch ein Kreuz mit dem Aussehen. Dauernd vergleicht man sich mit anderen, dauernd gibt es etwas zu bemängeln oder zu bezweifeln. So denkt auch die 18-jährige Anneliese. Sie findet sich nicht hübsch genug, sie würde lieber so aussehen wie ihre ältere Schwester Inge, bei der die Männer Schlange stehen.

Anneliese lebt in Wien und zu einer Zeit, da es als erste Pflicht für Frauen gilt, früh zu heiraten. Und sie glaubt, dass die schönsten Frauen auch die schönsten Ehen führen. Aber wie soll sie das alles bewerkstelligen?

Auf dem Fest ihrer reichen Tante lernt sie den bekannten Schauspieler und Bühnenautor Claudio Pauls kennen, sie trinkt zu viel und ist vorlaut wie immer. Pauls findet die junge Frau sympathisch und nimmt sich ihrer an. Er rät ihr, mehr aus ihrem Aussehen zu machen, wenn sie schon darunter leidet.

Und er rät ihr, einen Beruf zu ergreifen, selbstständig zu werden und nicht alle Zukunftsentscheidungen von ihren Eltern treffen zu lassen.


Gesagt, getan, Anneliese findet eine Stelle als Verkäuferin in einem Strickwarengeschäft und lässt sich im Kosmetik- und Friseurstudio vom Mädchen zur Frau umgestalten … und wohin führt das alles? Es wäre nicht Annemarie Selinko, wenn es kein vergnügliches Ende nähme.


Annemarie Selinko (1914–1986) verfolgt mit diesem gewitzten Roman ein emanzipiertes Anliegen: Frauen, trefft eure Entscheidungen selbst. Ein köstliches Stück Unterhaltungliteratur, das einmal mehr aufzeigt, wie sich die Werteordnung unserer Gesellschaft stetig verändert.

Der Roman erschien erstmals 1937, wurde in zwölf Sprachen übersetzt und verfilmt. Selinko wurde damit auf eine Stufe mit Vicky Baum gestellt. 
Mit einem Nachwort von Evelyne Polt-Heinzl.

ca. 300 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag

€ 24.00

ISBN 978-3-903184-35-0