Weltmarktführer aus Deutschland: Ein bayrischer Ingenieur entwickelte 2014 einen völlig neuen Vibrator-Typ - der "Womanizer" stimuliert mit Luftdruckwellen ohne physischen Kontakt.
Diese Erfindung verlegt Regisseurin Rheem Kherici nach Frankreich: "Chéri, ich komme - Die Erfindung der Lust" ist eine - abgesehen von ein paar vorhersehbaren Gags - angenehm sinnesfrohe und unverkrampfte Sittenkomödie, in der es mehr um Beziehungsglück als um Sex geht. Trotz des albernen deutschen Titels; im Original heißt der Film schlicht "Pour le plaisir".
Das innovativste Sex-Toy unserer Zeit ist der Womanizer, ein Produkt deutscher Ingenieurskunst. Seine Entstehung verlegt Regisseurin Reem Kherici nach Frankreich: für eine turbulente Sittenkomödie mit feministischem Ansatz, in der Alexandra Lamy voller Energie nach dem Höhepunkt sucht.
Wer weiß schon, dass eines der erfolgreichsten Sex-Spielzeuge der Welt seinen Ursprung in der bayerischen Provinz hat?
Das ist etwa 15 Jahre her. Da las der Erfinder Michael Lenke, rund die Hälfte aller Frauen habe Probleme mit ihrem Orgasmus; anschließend tüftelte er gemeinsam mit seiner Frau Brigitte zwei Jahre an einem Prototypen.
Seine revolutionäre Idee:
Das Gerät erzeugt Druckwellen durch ein Luftfenster, das sich rasend schnell öffnet und wieder schließt – also ohne physischen Kontakt.
Das klingt erst einmal sehr technisch und wenig sinnesfroh; vermutlich deshalb hat sich bislang das Kino dieser Geschichte nicht angenommen. Außerdem steht Bayern nicht gerade für savoir-vivre und sexuelle libertinage; in Frankreich ist das schon eher vorstellbar.
Erfinder der leuchtenden Hausschuhe
Dorthin, genauer: in eine malerische Kleinstadtkulisse, verlegt die Regisseurin Reem Kherici ihre von der wahren Geschichte inspirierte Komödie. Hier leben Fanny und Thomas, die seit 20 Jahren glücklich miteinander verheiratet sind.
Er ist Ingenieur und leidenschaftlicher Bastler; in seiner Freizeit heckte er so bahnbrechende Erfindungen aus wie leuchtende Hauspantoffeln, die sich jedoch nicht durchgesetzt haben. Seine Fanny (Alexanda Lamy) betreibt dagegen gemeinsam mit ihrer Schwester Pauline ein Keramik-Geschäft.
Kunst+Film-Redaktion
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Fanny (Alexandra Lamy) und Thomas (François Cluzet) gehen einen Pakt ein: Er erfindet ein neues Sex-Spielzeug, sie probiert es aus. Foto: Neue Visionen Filmverleih
Als sie die Womanizer-Erfindung ihres Mannes ausprobiert, erlebt Fanny (Alexandra Lamy) erstmals einen Orgasmus. Foto: Neue Visionen Filmverleih
Thomas (François Cluzet) und Fanny (Alexandra Lamy) gehen auf der Suche nach erotischer Anregung in einen Swinger-Club. Foto: Neue Visionen Filmverleih



