Gesellschaft Freunde der Künste
Faszinierende Luftaufnahmen

Ein sehr spezielles Verhältnis unterhält die Hauptdarstellerin in "H wie Habicht" zu ihrem gefiederten Gefährten

Ein sehr spezielles Verhältnis unterhält die Hauptdarstellerin in "H wie Habicht" zu ihrem gefiederten Gefährten: Sie will mit seiner Hilfe die Trauer nach dem Tod ihres Vaters überwinden.

Dass ein Raubvogel dafür nicht das richtige Haustier ist, macht Regisseurin Philippa Lowthorpe deutlich - doch zuvor lernt man viel über Greifvögel, Falknerei und Flugtraining, teils durch faszinierende Luftaufnahmen.

Trauerarbeit mit einem hochentwickelten Psychopathen: Die Bestseller-Verfilmung von Regisseurin Philippa Lowthorpe über die Freundschaft einer Akademikerin mit einer Habichtdame konzentriert sich auf gelungene Tieraufnahmen und den Gemütszustand der menschlichen Hauptfigur.

Jeder Mensch trauert auf seine Weise. Manche ziehen sich zurück, andere teilen ihre Gefühle offen mit oder holen sich professionelle Hilfe.

Die Cambridge-Dozentin Helen Macdonald (Claire Foy) träumt nach dem Tod ihres Vaters Alasdair (Brendan Gleeson) von Habichten und beschließt, sich einen echten Greifvogel zuzulegen – oder auch: einen „hochentwickelten Psychopaten“, wie der befreundete Falkner Stuart (Sam Spruell) sie sachkundig warnt.

Helens Entscheidung kommt nicht von ungefähr: Seit ihrer Kindheit hat sie mit ihrem Vater, einem preisgekrönten Fotografen, viel Zeit in der Natur verbracht. Die Beizjagd wurde ihre gemeinsame Leidenschaft.

Noch am Tag von Alasdairs plötzlichem Herzinfarkt ruft ihn die Tochter aufgeregt zu Hause an, weil sie bei ihrem Morgenspaziergang ein seltenes Habichtpärchen erspäht hat.

Von Trauer gelähmt

Schmerzliche Erinnerungen wie diese lähmen Helen nach dem Verlust. Erst versucht sie, mit Selbsthilfe-Ratgebern darüber hinwegzukommen.

Dann hofft die alleinstehende Frau, eine Romanze könnte sie auf andere Gedanken bringen. Vergeblich.

Sogar die Chance auf ein Stipendium am Max-Planck-Institut in Berlin lässt sie verstreichen. Stattdessen sucht sie nach käuflichen Falkenküken im Internet.

Helen findet ihren Vogel

Regisseurin Philippa Lowthorpe lässt nicht viel Zeit vergehen, bevor sie Mabel in die Geschichte einführt. Die junge Habichtdame, die Helen sich ins Haus holt, spielt eindeutig die Hauptfigur in dieser zwiespältigen Literaturadaption nach dem autobiografischen Bestseller von Helen Macdonald.

2014 erschien das bewegende Buch der Wissenschaftshistorikerin, gespickt mit eindringlichen Naturbeschreibungen und faszinierenden Details über die Greifvogelzucht.

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H wie Habicht | TRAILER OmdU