Gesellschaft Freunde der Künste
Kunstwerke im inklusiven Kontext

Ein neuer Kunstort bereichert die Kölner Kulturlandschaft

Am 6. September 2020 öffnet mit RoboLAB 2020 ein neuer Kunstort und eine neue Projektreihe in Köln ihre Pforten. Den Startschuss macht die Ausstellung Circolaris – Es ist der Beginn einer Reise.

Circolaris ist auch der Name der barrierefrei begehbaren Großskulptur, die auf dem Odonien-Gelände von Odo Rumpf geschaffen wurde. Sie dient zukünftig als bleibender Ort für die inklusiven, spartenübergreifenden RoboLAB Kunst- und Kulturprojekte.

RoboLAB dockt an das Roboterkunstfestival Robodonien an. Während das Roboterkunstfestival kinetische Kunstwerke zeigt, werden im Rahmen der RoboLAB-Projekte Kunstwerke im inklusiven Kontext produziert.

Dieses Jahr war der erste Schritt die Herstellung des künstlerischen Raumes Circolaris als dauerhafte Heimstätte des RoboLAB-Projekts.

Im zweiten Schritt entwickelte der Ideengeber Nils Rottgardt gemeinsam mit Künstlern mit und ohne Beeinträchtigung eine inklusive, ortsspezifisch angelegte Ausstellung innerhalb der Skulptur. Zu sehen und hören sind Fotografien, Videos, Objekte, Klang und Lichtkunst.

Die Ausstellung Circolaris
Vernissage: 06. September 2020, ab 18:00 Uhr
Öffnungszeiten: 07. - 10. September 2020, 19:00 – 21:00 Uhr
Odonien, Hornstr. 85, 50823 Köln
Kontakt: robolab@odonien.de

Teilnehmende Künstler:
Martin Czichorowsky – Lichtdesign
Bernard Mescherowsky (Leib+Seele Produktionen) – Video
Jörn Neumann – Fotografie
Martin Widyanata – Sound
Andrea Wolf – Objekte

Odo Rumpf – Bildhauerei
Nils Rottgardt – Gesamtkonzept

Weitere Arbeiten:
FH Dortmund, Fachbereich Design – Entwürfe für Design und Inklusion (Seminar unter der Leitung von Prof. Dr. Marcel René Marburger)
KISD – Prototypen für barrierefreie Interaktive Formen (Seminar unter der Leitung von Prof. Lasse Scherffig und Kal Spelletich)

RoboLAB: Ausblick und Hintergrund
Ab September 2020 sind Künstler mit und ohne Beeinträchtigung dazu eingeladen, Circolaris als Labor zu betrachten und zu nutzen.

Sie können an diesem Ort mit künstlerischen Mitteln eine inklusive Normalität erforschen und herstellen. In einem inklusiven Workshop-Verfahren werden Ideen und Konzepte für die kommende Projekte entwickelt.

Die Skulptur ist ein Raumschiff. Ein Symbol für den Aufbruch zu Neuem, Unbekanntem und Zurückgelassenem.

Interdisziplinäre mixed-abled Kunstprojekte eröffnen die Möglichkeit, in neue und ungewöhnliche Bereiche der Kunst vorzustoßen. Hierbei können Positionen artikuliert werden, die sonst vielleicht selten sichtbar sind oder gerne überhört werden.

Inklusion wird permanent durch individuelle, gesellschaftliche, ökonomische und strukturelle Diskriminierung beschnitten, Corona verstärkt das noch.
RoboLAB will benennen und offenlegen, in Frage stellen und sich dabei selbst überprüfen. Es gilt den Dogmatismus und die Vorurteile in uns selbst zu entdecken – denn das ist die Voraussetzung, um sie überhaupt verwerfen und überwinden zu können.

Das Kölner Kulturamt hat seit 2018 das Referat Kultur als Akteur der Stadtgesellschaft – kulturelle Teilhabe eingerichtet.

„Ein notwendiger und richtungsweisender Schritt hin zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention“, so Nils Rottgardt, verantwortlich für das Gesamtkonzept von RoboLAB.

Es sei Odonien als Kulturort ein Anliegen Räume für eine diverse Stadtgesellschaft herzustellen und gleichzeitig Labor und Akteur einer partizipativen Stadt- und Quartiersentwicklung zu sein.

Um diesem Anspruch gerecht zu werden haben Rottgardt und der Bildhauer Odo Rumpf RoboLAB als kontinuierlich wiederkehrende Projektreihe konzipiert.

Sie möchten damit eine Einladung an die Stadt, die Stadtgesellschaft und ihre Künstler aussprechen, diesen Ort zu nutzen und zu unterstützen und Entwürfe einer gelebten kulturellen Vielfalt zu entwickeln, die wegweisend für das Zusammenleben in Köln sein sollen.