Beim Lesen der Klassenarbeiten wird ein Lehrer mit einer rassistischen Bemerkung konfrontiert, die seinen humanistischen Überzeugungen widerspricht.
Er streicht sie an und bekommt es nicht nur mit dem Vater des Schülers, sondern mit seiner ganzen Klasse zu tun: Sie bitten um seine Suspendierung und unterstellen ihm eine staatsfeindliche Gesinnung.
Der Lehrer und seine Schüler, die bei einem Zeltlager vom herrschenden Regime spielerisch auf den nächsten Krieg vorbereitet werden, entfremden sich zunehmend voneinander.
Doch dann geschieht während des Zeltlagers ein Mord an einem der Schüler – und die Suche nach dem Mörder beginnt.
Der Roman „Jugend ohne Gott" von 1937 machte Ödön von Horváth international berühmt und galt außerhalb Deutschlands rasch als Roman der Stunde, der die inneren Zustände im NS-Staat hellsichtig zeichnete.
Mit Live-Musik und Mitteln des Dokumentartheaters wagt Regisseur Tobias Schilling den Übertrag in die Jetztzeit und befragt die heutige Jugend in Zeiten des Rechtsrucks.
nach dem Roman von Ödön von Horváth
Regie: Tobias Schilling, Bühne und Kostüme: Simone Wildt, Dramaturgie: Alexander Olbrich
Mit: Katharina Brehl, Zazie Cayla, Clemens Dönicke, Justin Hibbeler, Philipp Staschull, Felix Thewanger, Anna von Stebut, Christina Weiser, Joèl Kito Salvatore Wiede
Sneak In (öffentliche Probe): Freitag, 7. Februar, 19 Uhr, TiF – Theater im Fridericianum
Premiere: Freitag, 14. Februar, 20:15 Uhr, TiF – Theater im Fridericianum
Spielplanvorschau Februar 2025
Staatstheater Kassel


Jugend ohne Gott. Fotos: (c) Sylwester Pawliczek




