Gesellschaft Freunde der Künste
„Wir sind wahnsinnig aufgeregt!“

Die hr1-Band von 2012, „Boom Gang“, stellt erstes Album mit eigenen Songs vor - Sie wollten schon immer etwas Eigenes machen

Die „Boom Gang“ aus Darmstadt traut sich was. Die „hr1-Band 2012“ bringt am Freitag, 23. November, ihr erstes Album mit ausschließlich eigenen Songs heraus: „All Gung Ho“ heißt es, die Single „Always something better“ ist bereits vor ein paar Tagen erschienen.

Wie die zwölf anderen Songs klingen, können die Fans bereits am Tag der Veröffentlichung im Radio hören: Sänger Michael „MiBo“ Bock und der Darmstädter Produzent Nosie Katzmann sind am Freitagabend von 20 Uhr an zu Gast in hr1 bei Moderator Kai Völker. Einen Tag später, am Samstag, 24. November, feiern die fünf Musiker das Album mit einer „Release-Party“ in der Darmstädter Centralstation. „Wir sind wahnsinnig aufgeregt, es sind schon viele Karten verkauft. Wir haben die Songs noch nie vor Publikum gespielt“, sagt MiBo und verspricht anderthalb Stunden Konzert, bei der die eine oder andere Zugabe drin sein sollte.

Das Risiko, mit eigenen Songs in einen gesättigten Popmusik-Markt zu gehen, nimmt die „Boom Gang“ gerne in Kauf: „Wir wollten schon immer etwas Eigenes machen. Als wir dann hr1-Band geworden sind, war das der zündende Moment, es endlich in Angriff zu nehmen.“ Dabei ist das zu Ende gehende Jahr für die fünf gestandenen Herren aus Darmstadt bereits sehr erfolgreich gewesen: 70 Konzerte gaben sie als hr1-Band quer durch Hessen, und ihre Partyversion von „Don’t worry, be happy“ belegte wochenlang die „hr1-Charts“. Das bisherige Markenzeichen der Südhessen: große Hits vornehmlich aus den Achtzigern im eigenen „Discorock“-Sound interpretieren.

Diesem Stil bleiben sie in den neuen, eigenen Songs treu, auch wenn sie von einem der größten Hitlieferanten der neunziger Jahre, Nosie Katzmann, geschrieben wurden. „Mit einer Legende zu arbeiten, die Nummer-eins-Songs wie ‚Mr Vain‘ oder ‚More and More‘ produziert hat, ist natürlich großartig“, freut sich Michael Bock. Katzmann, der mit „Culture Beat“, „Captain Hollywood Project“ oder Rea Garvey europaweit Erfolg feierte, kennen die „Boomer“ schon länger. „Wenn wir lauter eigene Songs geschrieben hätten, wären wir nie fertig geworden“, gibt der Sänger zu, aber zumindest hätten sie alle Songs im ganz eigenen „Boom Gang“-Stil modifiziert. Dies geschah übrigens in einem ebenfalls legendären Tonstudio: Im „Area 58“ in Mörfelden waren auch schon Größen wie Xavier Naidoo und Nena zu Gast.

Ein großer Produzent, ein berühmtes Studio und fünf versierte Musiker, die mehr sein wollen als eine – wenn auch exzellente – Coverband. „All Gung Ho“ könnte ein Erfolg werden. Immerhin stammt der CD-Titel aus dem Slang der US-Marine und bedeutet so viel wie „enthusiastisch“ oder „Mit Leib und Seele“.


Album-Information: „All Gung Ho“ ist überall als CD oder MP3-Download zu bestellen, VÖ: 23.11.2012. Es erscheint bei GIM-Records (Intergroove, ASIN: 009SF2IO4)

Hartmut Hoefer

hartmut.hoefer@hr.de