Gesellschaft Freunde der Künste
Förderpreis für junge Künstlerinnen und Künstler

Die griechische Sopranistin Sofia Poulopoulou erhält den Förderpreis der Theaterfreunde Krefeld

Eine besondere Überraschung wartete am Freitagmittag auf die junge Sopranistin aus dem Musiktheaterensemble des Theaters Krefeld und Mönchengladbach im Büro von Generalintendant Michael Grosse:

Heinrich Rungelrath aus dem Vorstand der Krefelder Theaterfreunde überreichte ihr, verbunden mit den herzlichsten Glückwünschen, einen großen Blumenstrauß.

Sofia Poulopoulou erhält den diesjährigen mit 2000 Euro dotierten Förderpreis für junge Künstlerinnen und Künstler, den die Gesellschaft der Freunde des Krefelder Theaters seit vielen Jahren vergibt.

Im Musiktheater durften sich zuletzt Tenor Woongyi Lee und Sopranistin Sophie Witte über diese Ehrung freuen.

Weitere Preisträger waren u.a. Schauspieler Philipp Sommer, die Kapellmeisterin und spätere Chordirektorin Maria Benyumova und die Balletttänzer Elisa Rossignoli und Gian Luca Multari.

„Wer in so kurzer Zeit so viele herausragende Rollen singt, der muss dafür belohnt werden“, brachte Heinrich Rungelrath die Begründung für den Förderpreis auf den Punkt.

Und: „Wir sind unglaublich froh darüber, dass Sie Teil unseres hervorragenden Musiktheaterensembles sind und hoffen sehr, dass Sie noch lange bleiben.“

Für die Theaterfreunde wird es im Rahmen einer geschlossenen Veranstaltung im Mai die Möglichkeit geben, Sofia Poulopoulou einmal hautnah zu erleben und Kostproben ihres Könnens zu lauschen.

Das Krefelder Publikum kann die junge Künstlerin ab dem 19. April als Marta in Mieczysław Weinbergs eindringlicher Holocaust-Oper „Die Passagierin“ erleben.

In der szenischen Aufführung des Oratoriums „Elias“ von Felix Mendelssohn Bartholdy übernimmt sie die Rolle der Witwe.

Aber auch in vielen weiteren Inszenierungen konnte die Sopranistin bereits am Gemeinschaftstheater glänzen, so u.a. in Rossinis „Die Reise nach Reims“ oder in der Titelrolle von Charles Gounods „Margarethe (Faust)“.

Im Zuge der Festlichen Operngala 2022/23 sprang Sofia Poulopoulou kurzfristig am Theater Krefeld und Mönchengladbach ein und begeisterte das Publikum.

Seit der Spielzeit 2023/24 ist sie am Gemeinschaftstheater als festes Ensemblemitglied im Musiktheater engagiert.

Sofia Poulopoulou hat einen Bachelor-Abschluss in klassischer Musik und Gesang am Königlichen Konservatorium Antwerpen, wo sie bei Gary Jankowski studierte.

Nach ihrem Abschluss setzte sie ihre stimmliche Entwicklung im Unterricht bei Hara Savino, Christina Giannakopoulou und derzeit bei Francesca Micarelli fort.

Die griechische Sopranistin erhielt im Dezember 2015 ein Stipendium der Alumni Association des Nationalen Konservatoriums Athen bevor sie von 2017 bis 2019 Teilnehmerin der renommierten MM-Akademie der Opera La Monnaie in Brüssel sein durfte.

Im Oktober 2019 wechselte sie als Lehrassistentin von Gary Jankowski an die Gesangsfakultät des Königlichen Konservatoriums Antwerpen und war Finalistin beim Ebe Stignani-Wettbewerb in Imola, Italien.

Im Jahr 2021 nahm sie an der Belcanto-Akademie/Opera Studio Pergine teil, wo sie u.a. Szenen aus „Attila“ als Odabella, „Aida“ als Aida, „Nabucco“ als Abigaille, „La traviata“ als Violetta Valéry und „Die Zauberflöte“ als Königin präsentierte.

Im Juli 2021 gewann sie den ersten Preis und die Auszeichnung für herausragende Leistungen beim XON-Wettbewerb für klassischen Gesang in Athen, Griechenland.

Im Juni 2022 debütierte sie als Donna Elvira in „Don Giovanni“ an der Nationaloper Bukarest in Rumänien und wurde wenig später Finalistin im AsLiCoWettbewerb am Teatro Sociale di Como in Italien.