Gesellschaft Freunde der Künste
FASZINIERENDE KLÄNGE

Der Trompeter Simon Höfele und die Perkussionistin Vanessa Porter IM HALLENBAD OST

Streichquartett, Trompete mit Schlagzeug und elektronische Sounds: Betörende und vielfältige Musik in drei Konzerten im Hallenbad Ost.

Mit faszinierend leisen, aber auch mitreißend kräftigen Klängen sind der Trompeter Simon Höfele und die Perkussionistin Vanessa Porter am 27. Oktober um 18 Uhr im Hallenbad Ost zu erleben.

Wie vielfältig und überraschend ihre Instrumente klingen können, zeigen sie in ihrem Programm, bestehend aus Werken des 20. und 21. Jahrhunderts, das die Künstler*innen eigens für die Kasseler Musiktage zusammenstellten.

Unterschiedlichen Trompeten entlockt Simon Höfele mit verschiedenen Dämpfern besondere Töne; Vanessa Porter setzt auch ihre Stimme perkussiv ein, in einem Werk des griechisch-französischen Komponisten Georges Aperghis, der für sie auch ein Stück geschrieben hat.

Neben Musik von André Jolivet, Matthias Pintscher und Brett Dean ist auch ein Werk Miroslav Srnkas zu erleben, das eigens für Simon Höfele komponiert wurde. Höfele und Porter sind in diesem Jahr gleich mehrfach bei den Musiktagen zu erleben.

Ebenfalls im Hallenbad Ost trifft Simon Höfele am 1. November um 20 Uhr auf den Pianisten, Komponisten und Klangkünstler Kaan Bulak.

Mit betörenden Klängen, in denen die beiden Instrumente mit elektronischen Sounds und Einflüssen aus dem Nahen Osten verschmelzen, bringen sie das Publikum zum Schweben.

Aus Improvisation, Neugier und der gemeinsamen Barista-Leidenschaft entstand ihre musikalische Zusammenarbeit, die in das Album No Clouds in Haraz mündete.

Auf dieser musikalischen Reise erklingt neben Werken von Kaan Bulak selbst auch Musik des Italieners Giacinto Scelsi und des Japaners Tōru Takemitsu.

Ein paar Tage zuvor ist das weltweit gefragte Quatuor Diotima zu hören. Nachdem das französische Streichquartett zuletzt 2019 mit virtuosen Höchstleistungen begeisterte, spielt es am 28. Oktober um 20 Uhr im Hallenbad Ost drei Werke, die besondere Fragen aufwerfen.

Darunter fällt eins der ersten Kammermusikwerke Anton Bruckners, dessen Geburtstag sich in diesem Jahr zum 200. Mal jährt.

Weiterhin erklingt das schwebende Quartett Sternenstill der schwedischen Komponistin Lisa Streich und es fasziniert ein Werk Alban Bergs: Wie hören wir Musik, wenn wir darin eine geheime Liebesbotschaft vermuten?

Der Ausdruck einer unerfüllten Liebe des Komponisten soll sich in Bergs Lyrischer Suite verbergen.