Gesellschaft Freunde der Künste
Niclas Castello sieht die Natur als sterbenden Patient

Der eigentliche Patient ist die Natur - Born to be Alive - Rauminstallationen von Niclas Castello

"Ich hoffe, dass meine Kunst die Menschen inspiriert, sich einzumischen und positive Ansätze zu entwickeln, um die zukünftigen Generationen in ihren Bemühungen um einen besseren Planeten zu unterstützen."

Niclas Castello

Wie wird unsere Wahrnehmung sein, wenn wir einen Rollstuhl im Wald sehen, auf dem ein Baumstumpf platziert ist – umgeben von einem durchsichtigen Kubus?

Die Natur und ihre Zerstörung – das ist das Thema, dem sich der Künstler Niclas Castello in der Hagener Ausstellung aus seiner subjektiven Betroffenheit heraus widmet.

Sein Interesse liegt darin, mit einer persönlichen Symbolik auf ein existentielles Thema hinzuweisen und es augenscheinlich zu gestalten.

Der Titel "Born to be Alive" bedeutet in diesem Zusammenhang, dass jedes Lebewesen vom Moment seiner Geburt an das Recht hat, am Leben zu sein und das Recht auf Leben hat.

Dies gilt selbstverständlich auch für Bäume. "Born to be Alive" steht für eine Erfahrung, die wir alle als Menschen teilen:

Die Verbindung zur Natur ist etwas, das jedem Menschen angeboren ist und das eine enge Beziehung zur Natur zu unseren Bedingungen ermöglicht.

In den Ausstellungsräumen werden wir einem fiktiven Krankenhaus mit Krankenzimmern begegnen, in dem der eigentliche Patient die Natur ist und in dem über die Ausbeutung der Ressourcen des Planeten berichtet wird.

Diese Arbeit wird sicherlich einen Extremfall in einer musealen Situation darstellen. Wir werden Zeuge sein einer absurd wirkenden Situation.

Castello, der seinem Vorbild Andy Warhol ähnlich an großgesellschaftlichen Ereignissen teilnimmt, erfährt durch diese Ausstellung auch eine Art Häutung im künstlerischen wie auch im gesellschaftlichem Sinn.

Osthaus Museum Hagen: Niclas Castello

Born to be Alive – Die Natur als Patient

Rauminstallationen

17. September bis 19. November 2023