Gesellschaft Freunde der Künste
Christian Gerhaher / Gerold Huber: Brahms Lieder

Christian Gerhaher und sein Pianist Gerold Huber melden sich als führende Liedinterpreten zurück

Auf ihrem neuen, live im Reitstadel Neumarkt aufgenommenen Album „Brahms: Lieder“ beschäftigen sich Christian Gerhaher und sein langjähriger Duopartner Gerold Huber zwar nicht zum ersten Mal mit dem Liedschaffen des großen Komponisten der Romantik.

Auf ihrem Debütalbum 2002 finden sich schon die „Vier ernsten Gesänge“ op. 121, und 2017 erschien ihre Version der „Romanzen aus L. Tieck’s Magelone“ op. 33.

Zum ersten Mal aber stellen sie einzelne Lieder und Zyklen in den Vordergrund, die von Johannes Brahms‘ intensiven Bemühen um einen neuen „Volkston“ zeugen.

Eingebettet in die gesellschaftlichen Entwicklungen des 19. Jahrhunderts versuchte Brahms hier, das Kunstlied als ein Spiegelbild seiner vorgestellten Geschichte zu etablieren.

Als Erinnerung und Abbild einer im Verschwinden begriffenen Natürlichkeit – ganz ähnlich der in seinen Instrumentalwerken spürbaren Ambivalenz zwischen Tradition und Fortschritt.

Wie immer verleihen Gerhaher und Huber diesen Liedern in ihrer Interpretation eine neue Perspektive in einem idealen Zusammenwirken von Text und Musik.

Unter den aufgenommenen Werken finden sich neben dem exemplarischen Zyklus der „Neun Lieder und Gesänge“ op. 32 und der posthum veröffentlichten und selten zu hörenden rekonstruierten Frühfassung des „Regenlied“-Zyklus auf Gedichte von Klaus Groth auch bekannte Lieder wie „Sehnsucht“ oder „Von ewiger Liebe“.

Der einführende Text stammt von Laurenz Lütteken, einem der renommiertesten Musikwissenschaftler unserer Zeit.

„Brahms: Lieder“ mit Christian Gerhaher (Bariton) und Gerold Huber (Klavier) erscheint am 16. Mai bei Sony Classical als CD und digital.