Sie feierten wahre Triumphe auf den Opernbühnen in ganz Europa: Giacomo Meyerbeer und Gioachino Rossini.
Bevor sich der Italiener zur Ruhe setzte, um dann einen glanzvollen Salon zu führen, hatte er den Deutschen noch nach Paris geholt, wo der mit seiner Grand Opéra alles Dagewesene übertraf.
Rossini ist nach wie vor ein häufig gespielter Komponist, Meyerbeer fristet heute ein Nischendasein, zu Lebzeiten wurden beide vom Publikum vergöttert.
Das verdankten sie nicht zuletzt auch einigen Kollegen von einer in der französischen Hauptstadt nicht minder umjubelten Zunft:
Klaviervirtuosen wie Franz Liszt, Sigismund Thalberg oder Henri Herz, die jedoch erbittert miteinander konkurrierten, wenn sie die bekannten Melodien und Ohrwürmer aus Opern etwa von Rossini oder Meyerbeer verwendeten und ungeheuer virtuos, mit allen möglichen technischen Finessen in Fantasien, Paraphrasen und Variationen aufbereiteten.
Liszt und Thalberg lieferten sich 1837 im Salon der Prinzessin Cristina Trivulzio Belgiojoso ein noch heute legendumwittertes Klavierduell.
Am 8 Oktober 2026 treffen Werke dieser beiden Großmeister um 19.00 Uhr im Puttensaal des Luisenbads, Badstr. 39, 13357 Berlin wieder aufeinander – beim Berlin-Debüt der jungen, vielfach ausgezeichneten Pianistin und Komponistin Çağla Gürsoy.
Sie betritt die Virtuosenarena des 19. Jahrhunderts und spielt vier Schwergewichte der Klavierliteratur.
Begleitet wird sie in diesem Gesprächskonzert von so informativen wie unterhaltsamen Erläuterungen des Musikwissenschaftlers Steffen Meder und von Thomas Kliche, dem Gründer und Vorsitzenden der Meyerbeer-Gesellschaft
Programm: Jules Massenet (1842 – 1912):
Grande fantaisie de concert sur 'Le pardon de Ploërmel' de Meyerbeer
Sigismund Thalberg (1812 – 1871):
Fantaisie pour le Piano sur des thèmes de l’Opéra Moïse de G. Rossini
Henri Herz (1802 – 1888):
Variations Brillantes pour piano-forte seul sur le Chœur favori d’IL CROCCIATO de Meyerbeer
Franz Liszt (1811 – 1886):
Ouverture de l’opéra Guillaume Tell de Rossini
Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, um Spenden, die in die Finanzierung der Veranstaltung fließen, wird gebeten.
Veranstalterin ist die Giacomo Meyerbeer Gesellschaft e.V. in Kooperation mit der Bibliothek im Luisenbad und der Musik der Synagoge Pestalozzistraße.
Die Veranstaltung ist der Auftakt einer längerfristigen Kooperation, die das Ziel hat, die Musik von Giacomo Meyerbeer und den Komponisten wieder stärker ins Bewusstsein seiner Heimatstadt zu rücken.


Beim Berlin-Debüt der jungen, vielfach
ausgezeichneten Pianistin und Komponistin Çağla Gürsoy.



