Allein gegen Hunderte von Bibern: Regisseur Mike Cheslik belebt den Slapstick-Stummfilm wieder, indem er einen Trapper wider Willen durch den verschneiten US-Norden scheucht.
Ein Popkultur-Experiment in Cartoon-Ästhetik voller Gags und Anspielungen – und ein großer Spaß.
Im Norden Amerikas, irgendwann im 19. Jahrhundert, wuchsen im Garten von Jean Kayak (Ryland Brickson Cole Tews), genannt „Apple Jack“, die köstlichsten Äpfel.
Obendrein war der Apfelbauer in der Gegend für seinen Cider-Apfelschaumwein beliebt. Aber der Sabotageakt eines Bibers und die Unachtsamkeit des stets beschwipsten Apple Jack machten der tollen Zeit ein Ende:
Haus und Garten brannten ab, und der Winter legte sich übers Land.
All das wird zu Filmbeginn in Form eines Songs erzählt, illustriert von einer Mischung aus Realfilm (Jean) und Animationen (alle anderen Figuren).
Als die eigentliche Handlung einsetzt, gräbt sich Jean gerade aus dem Schnee, der nun offenbar ewig herrscht.
Einziger Vorposten der Zivilisation ist eine Handelsstation, in der ein mürrischer Pelzhändler (Doug Mancheski) Gebrauchs-Gegenstände gegen Tierfelle eintauscht.
Unter den Fittichen des alten Hasen
Obwohl mittellos und in der Wildnis unerfahren, muss sich Jean nun als Trapper verdingen. Seine Widersacher sind nun Hasen, Waschbären, Wölfe und natürlich Biber; dabei kassiert der Neuling zunächst eine Menge Denkzettel.
Glücklicherweise nimmt ihn ein erfahrener Trapper (Wes Tank) unter seine Fittiche. Zwar segnet dieser Mentor bald das Zeitliche, doch Jean hat das Glück, die Landkarte zu erben, auf der der Alte seine Fallen eingezeichnet hat.
Kunst+Film-Redaktion


Seine Widersacher sind nun Hasen, Waschbären, Wölfe und natürlich Biber



