Das SPOKEN ARTS FESTIVAL meldet sich zurück auf den Bühnen Stuttgarts und sucht nach Antworten. Veranstaltet von der Akademie für gesprochenes Wort und gefördert von der Landeshauptstadt Stuttgart und der Wüstenrot Stiftung, geht die 4. Ausgabe vom 12. bis 17. November 2026 an den Start.
Und es ist höchste Zeit! Denn angesichts des Siegeszugs rechtsextremer Parteien kommt den Künsten eine Schlüsselrolle zu, als mächtige Stimme für Menschlichkeit und Demokratie dagegenzuhalten.
In diesem Sinn hat die neue künstlerische Leiterin Bettina Hering, langjährige Schauspieldirektorin der Salzburger Festspiele, das Programm 2026 konzipiert und es unter ein kämpferisches Motto gestellt:
„Hoffnung verlangt nach Handlung.", nach einem Zitat der US- amerikanischen Autorin und Aktivistin Rebecca Solnit: „Hope calls for action."
Bettina Hering hatte von Anfang an eine klare Vorstellung davon, wen sie zu diesem Projekt einladen möchte. Die Hoffnungsträger*innen kommen aus vielfältigen Bereichen der Kultur sowie der Wissenschaft.
Neben szenischen Formaten steigt das Festival auch immer wieder in aktuelle Diskurse ein. Im Line-up 2026 finden sich so prominente Namen wie:
Friederike Becht, Timo Brunke, Doris Dörrie, Ebow, Kaleb Erdmann, Maria Happel, Ilona Hartmann, Felix Klare, Burghart Klaußner, Dirk von Lowtzow (Tocotronic), Leslie Malton, Simon Meier-Vieracker, Kimsy von Reischach, Christiane Rösinger, Mithu Sanyal, Albrecht Schrader, Walter Sittler, Katharina Stark, Ernst Strouhal, Enno Trebs, Peter Wawerzinek und Angela Winkler.
Gleichzeitig setzt das Festival bewusst auf die Zusammenarbeit mit Künstler*innen aus der lokalen freien Szene und gibt ihnen Raum für eigens entwickelte Produktionen.
Inspiration für die eigens für das Festival kreierten Programme finden sie zum Glück nicht nur in den besorgniserregenden Tendenzen unserer Zeit.
Mit einer Revue und einer Lesung verneigt sich das SPOKEN ARTS FESTIVAL beispielsweise vor zwei weiblichen Ikonen, die in diesem Sommer 100 Jahre alt geworden wären: Marilyn Monroe und Ingeborg Bachmann.
Daneben finden sich außergewöhnliche Formate wie der sechsstündige Lesemarathon aus einem Gipfelwerk der Weltliteratur, das nicht besser zum Thema „Hoffnung verlangt nach Handlung" passen könnte – Miguel de Cervantes' Don Quijote von der Mancha.
Die künstlerische Leiterin Bettina Hering zur Ausgabe 2026: „Wir machen uns oft nicht klar, welche Kraft in der Sprache mit ihrer Formenvielfalt steckt. Eines ihrer machtvollen Instrumente ist die Literatur.
Die Geschichten, die Vielzahl der Figuren und Sichtweisen lassen uns in den Köpfen anderer denken und bereiten uns für die nächsten Schritte vor, hinein in die Realität. Sechs intensive Festivaltage bedeuten Kulturgenuss und Aktivierung in jeder Hinsicht.
Ich wünsche mir, dass dieses Programm auch Mut macht, uns für eine menschliche und gerechte Gesellschaft zu engagieren. Denn das ist meine tiefe Überzeugung: Das Wort versetzt – in der Tat – Berge."


Gauthier Dance JUNIORS Radical Classical Goecke FURIA Foto Jeanette Bak
Bettina Hering Foto Rafaela Pröll



