10.01.2013 08:02 Abgeschnitten von Außenwelt und Anteilnahme

Theater in Göttingen: DIE VERWANDLUNG nach Franz Kafka bis zum 22.02.2013

Theater  in Göttingen: DIE VERWANDLUNG  nach Franz Kafka bis zum 27.11.2012

(c) Foto: Isabel Winarsch

Von: GFDK -Sandra Visscher - 7 Bilder

In lapidarem Ton teilt der erste Satz der Erzählung das Ungeheuerliche mit: Gregor Samsa, ein die väterlichen Schulden abtragender Handlungsreisender, stellt eines Morgens nach dem Aufwachen fest, dass er sich über Nacht in ein monströses Insekt verwandelt hat. Groteskerweise scheint dies Samsa nicht zu erschrecken; er nimmt die Metamorphose als gegeben hin. In Panik versetzt ihn viel mehr, dass er den Dienst verschlafen hat.

Von Schuldgefühlen geplagt, tritt Samsa vor seine Familie und den anwesenden Chef, die sein Anblick in Panik versetzt. Mitgefühl zeigt die Familie kaum: Der Vater treibt den Sohn brutal in sein Zimmer, später verwundet er ihn schwer. Die Mutter fügt sich in dem Willen ihres Mannes. Die anfängliche Sorge von Schwester und Bruder kehrt sich wiederum bald in Ekel.

Abgeschnitten von Außenwelt und Anteilnahme, vereinsamt und verwahrlost Samsa zusehends… Vor 100 Jahren, am 17. November 1912 teilte Franz Kafka seiner Freundin Felice Bauer mit, dass er »eine kleine Geschichte niederschreiben werde, die mir in dem Jammer im Bett eingefallen ist und mich innerlichst bedrängt.

« Diese »kleine« Geschichte wuchs sich dann in den folgenden Wochen zu der recht umfangreichen Novelle DIE VERWANDLUNG aus.« Die Geschichte ist ein wenig fürchterlich. Sie heißt VERWANDLUNG; sie würde dir tüchtig Angst machen.«

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