02.11.2012 07:02 von Richard Wagner

Staatstheater Darmstadt: Der Ring des Nibelungen am 3.11.2012

Fotographin: Barbara Aumüller

Von: GFDK - Staatstheater Darmstadt

Gleich am Beginn von Wagners Tetralogie Der Ring des Nibelungen steht ein Fluch: Der Nibelung Alberich, der von den Rheintöchtern, die das Rheingold bewachen, abgewiesen wird, verflucht die Liebe und raubt ihnen das Gold. Denn nur wer der Liebe abschwört, vermag es, aus dem Rheingold einen Ring zu schmieden, der ihm unbegrenzte Macht verleiht. So gründet Alberichs Macht auf Liebesverzicht.

Doch nicht nur der Schwarzalbe, auch der Lichtalbe Wotan strebt nach Macht und hat sich als Ausdruck dessen von den Riesen Fasolt und Fafner die Burg Walhall erbauen lassen. Zur Bezahlung hat er ihnen dafür leichtfertig Freia versprochen, die Göttin der Jugend, wenn er auch insgeheim hofft, die Riesen auf andere Weise zufriedenzustellen.

Der listige Loge lenkt das Interesse der Riesen auf den Nibelungenhort, den sich Alberich mit Hilfe des Rings erworben hat. Wotan und Loge überwältigen Alberich und rauben ihm das Gold, das sie den Riesen im Tausch gegen Freia anbieten. Doch die Riesen fordern auch noch den Ring.

In seinem ohnmächtigen Zorn verflucht Alberich den Ring, dessen verhängnisvolle Wirkung sich sogleich offenbart, als Fafner seinen Bruder Fasolt im Streit um den Besitz erschlägt. Während die Rheintöchter um den Verlust des Rheingolds klagen, betreten die Götter, nichts ahnend von ihrem drohenden Untergang, feierlich ihre Burg.

Mit dem Vorabend Das Rheingold liefert Wagner die Exposition zu seinem Bühnenfestspiel Der Ring des Nibelungen, indem er den Schöpfungsmythos einer Welt entwirft, in der sich Macht und Reichtum einerseits und Liebe andererseits gegenseitig ausschließen. Die Schicksale der Menschen bleiben dabei an diesem „Vorabend“ noch ausgespart, sie betreten erst am "Ersten Tag" der Tetralogie, in der Walküre, die Bühne.

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