03.05.2011 07:25 GOETHE-INSTITUT

Konferenz in Bonn: Kunst. Kultur. Konflikt - Kunst und Kultur agieren in und reagieren auf Konflikte

Von: GOETHE-INSTITUT

Das Spannungsfeld zwischen Kunst, Kultur und Konflikt ist Thema der Konferenz, zu der die Arbeitsgruppe „Kultur und Entwicklung“ am 17. und 18. Mai nach Bonn einlädt.

Sie richtet sich an Medien- und Kulturschaffende, an Bildungs- und Entwicklungsexperten sowie an Entscheidungsträger in Ministerien, im Bundestag und in den Mittler- und Durchführungsorganisationen.

Kunst und Kultur agieren in und reagieren auf Konflikte. Kunst reflektiert, pointiert und provoziert das Zeitgeschehen. Gleichzeitig bieten Kunst und Kultur Hinweise und Impulse zur Überwindung von Krisen.

In diesem Spannungsfeld positionieren sich auch die Mittler deutscher Kultur- und Bildungsarbeit ebenso wie die Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit und setzen Akzente, um gewollte Veränderungen zu begleiten und zu unterstützen.

Welche Chancen eröffnet und welche Risiken birgt Kultur- und Bildungsarbeit in Krisen- und Konfliktregionen? Wie können sich die verschiedenen Akteure untereinander besser abstimmen und welche neuen Ansätze lassen sich aus dem Zusammenspiel der in unterschiedlichen Ministerien verorteten Formate entwickeln?

Diese Fragen stehen am 17. und 18. Mai 2011 auf der Konferenz in Bonn zur Diskussion. Sie wird von der Arbeitsgruppe „Kultur und Entwicklung“ gemeinschaftlich konzipiert und unter Federführung des Goethe-Instituts realisiert.

Zur Arbeitsgruppe gehören der Deutsche Akademische Austauschdienst, die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, die Deutsche Welle, das Goethe-Institut und das Institut für Auslandsbeziehungen.

Die Konferenz setzt die Bonner Veranstaltungsreihe zu Kultur und Entwicklung fort, die 2009 mit dem Workshop „Die Union für das Mittelmeer“ begann, und knüpft an das letztjährige Symposium „Kultur und globale Entwicklung“ an.

Konferenz: Kunst. Kultur. Konflikt.

Die Veranstaltung wird am 17. Mai in der Deutschen Welle von den Staatssekretären der beiden zuständigen Ministerien eröffnet: Hans-Jürgen Beerfeltz, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und Peter Ammon, Auswärtiges Amt (angefragt).

Anschließend diskutieren der Autor und Nahostexperte Michael Lüders, Christa Meindersma, Direktorin des niederländischen Prince Claus Fund, die Filmexpertin Viola Shafik und Michael Schönhuth, Professor für Ethnologie an der Universität Trier neue Perspektiven für die Politik gegenüber Krisen- und Konfliktregionen.

Am 18. Mai schließt sich ein Fachtreffen an, in dem sich die Konferenzteilnehmer in Panels und Arbeitsgruppen zu spezifischen Fragestellungen zusammenfinden und austauschen.

Die vier Panels befassen sich mit der Bedeutung von Medien, kultureller Identität, Bildung als Fundament beim Wiederaufbau und kultureller Bildung in Konfliktländern. Dazu sind Experten aus dem Nahen Osten, dem Balkan sowie aus Zentralasien eingeladen.

Sie kommen unter anderem aus Ägypten, Afghanistan, Jordanien, aus den Palästinensischen Autonomiegebieten, dem Sudan, Bosnien-Herzegowina, Slowenien und Kirgistan.

Zum Abschluss diskutieren Vertreter der Mittler- und Durchführungsorganisationen die im Laufe der zwei Tage erarbeiteten Empfehlungen und über die Anforderungen an und Chancen für die eigene Arbeit in Krisen- und Konfliktregionen.

Quelle und weitere Informationen:
http://www.goethe.de/prs/prm/a...  

Weiterführende Links:
http://www.kunstfreunde-bonn.de